Ralph Segert Blog – Archiv

Ratatatam: Buchgeschichten

16.03.20

Es ist nun soweit, dieses Blog wird nach 12 Jahren eingestellt und archiviert. Weiter geht es mit einem Herzensprojekt: Ratatatam – Bücher wie Züge in der Seele. Da ich kaum noch soziale Medien konsumiere, habe ich viel Zeit für das Lesen gewonnen. So verschlinge ich zur Zeit im Schnitt vier bis fünf Romane im Monat, wobei ich die kompakten, kurzen Romane bevorzuge, die oft nicht über 300 bis 400 Seiten hinausgehen.

Wie dem auch sei, die Bücher, die mir ans Herz gewachsen sind, die möchte ich persönlich, kompakt und begeistert vorstellen. Vielleicht seid Ihr ja dabei. Den Start macht ein Buch, das mich sehr unterhalten, begeistert und in den Bann gezogen hat. Einer meiner persönlichen Buchhöhepunkte in 2019: Sorj Chalandon: Am Tag davor.

Ach so, gerne informiere ich über neue Artikel, wenn Ihr mir das kurz via Email mitteilt. Aktualisierungen können auch über ein RSS-Feed verfolgt werden. Ratatatam läuft übrigens mit ExpressionEngine. Wer hätte das gedacht. ;)

Wie es weitergeht mit ralph-segert.de also Ratatatam

05.03.20

Dieses Blog wird bald archiviert und es entsteht ein neues Projekt über Bücher wie Züge in der Seele. Ich lese viel und Bücher, die mich bewegt haben, werde ich aus ganz persönlicher Sicht vorstellen, ohne mit Allgemeinplätzen langweilen zu wollen. Dazu sind die Bücher zu besonders. Auch werde ich spannende literarische Schreibprojekte vorstellen. So habe ich vor kurzem z.B. Wandelkern entdeckt, das auch noch nicht lange am Start ist, aber schon einige spannende Texte bietet.
Ich freue mich derweil auf das neue Ratatatam (noch nicht fertig).

So riecht der Sommer.

21.08.19

Das war ein Waldspaziergang mit Raul am Sonntag! Wir blieben stehen an einem großen Baumstumpf, an dem ich schon oft achtlos vorbeigelaufen bin.

01-Kleiner-Frosch

Wir entdeckten dort seltsame rote Früchte, die ein wenig wie Erdbeeren aussehen und für die sich eine Schwebfliege zu interessieren schien. Wir sahen Asseln und andere Bewohner hervorlucken und dann plötzlich, einen Frosch! Der fühlte sich gestört in seinem Baumfroschhaus und hüpfte trocken von dannen. Und Raul, ganz aus dem Häuschen vor Begeisterung, hüpfte hinterher; und wir staunten, wie schnell so ein kleiner Laubfrosch das Weite suchen kann.

Wir schlenderten vorbei an mächtigen Bäumen mit Rindengebirgen und an Rotbuchenköniginnen, so majestätisch diese und mit dem Urvertrauen der Natur der Zeit ergeben. Und wieder ein Reiher im Tiefflug, einen krächzenden Laut von sich gebend. Zuvor schon, am Teich im Hiltroper Volkspark, hatten wir zwei Reiher im fliegenden Revierkampf erlebt, der Sieger später unbeirrt auf Beutelauer. Und auch eine der Schildkröten lag wieder in der Sonne, auf einem toten Ast, der wie eine dicke Angel aus dem Wasser ragt.

02-Rindengebirge

Die Zivilisation trafen wir wieder an der Kindereisenbahn im Gysenbergpark, um uns bei Eis und Waffeln dem Treiben hinzugeben. Und Raul, immer auf der Suche nach Getier jeder Art, entdeckte dann einen Minifrosch auf gefährlichen Wegen Richtung vieler achtloser Menschenfüße. Doch Raul der Retter schnappte sich den Irrhüpfer und wir entliessen ihn nach einem, für den Frosch sehr anstrengenden Fotoshooting in die grünen Blätter.

Auf dem Rückweg im Gysenbergwäldchen auf schmalen Pfad der liebliche Duft feuchter wilder Wiesen in kleinen Lichtungen, ermuntert von der warmen Sonne; und totes Holz zur duftenden Bereicherung erweckt. So riecht der Sommer. So riecht er.

03-Rotbuchenkönige

Gemütlich mit Raul

01.02.19

Ich freue mich auf Raul, hole ihn gleich von der Schule ab und dann machen wir uns ein gemütliches Wochenende.

Webdesigner mit CMS-Konzept

08.11.17

Nach einer langen Pause fange ich wieder mit dem Bloggen an. Auf segert.net fokussiere ich mich auf berufliche Themen wie Design und CMS.

Auch möchte ich meine Idee Modulée vorstellen. Modulée steht für modulares Content Management mit dem CMS ExpressionEngine und für ein dazu entwickeltes User Interface Design. Ich bin sehr begeistert von ExpressionEngine. Es ist genial flexibel. Interessierten Kunden sage ich, es ist nach der schnellen Installation wie ein weisses Blatt. Ich habe alle Freiheiten. Und mit einem guten Konzept und ebensolcher Planung kann ich komplexe Websites damit aufbauen und bleibe stets flexibel für neue Content-Bereiche. ExpressionEngine eignet sich deshalb hervorragend für ein modulares CMS-Konzept. Der Kunde kann mit einer kleine Website anfangen und dann mit steigenden Anforderungen individuelle Module dazu entwickeln lassen, die leicht ins CMS integriert werden können, die Website-Pflege aber nicht verkomplizieren. Ich nenne das Modulée.

Warm Wedding Night mit Jazz, Soul, Swing und Brazil

09.06.15

Im Jazz, Soul und Swing gibt sehr viele schöne Songs, die sich prima als Backgroundmusik eignen, z.B. zur Einstimmung auf eine Hochzeitsparty.

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Eine Auswahl mit meinen Lieblingen habe ich in einem Livemix namens Warm Wedding Night zusammengestellt. Auf einer Hochzeit wiederholte ich diesen Mix fast so ähnlich und sorgte während des Essens für eine angenehme Atmosphäre.

HouseTones zwischen Tech House und Electropop 2015

06.06.15

Deep House findet seit einigen Jahren zunehmend Wege in die Charts, wogegen manche Perle allein in Szene-Clubs Erfolge feiert. Ich persönlich finde „Electro Pop“ als die passendere Kategorie für diese Art melodischer House Music mit Gesangseinlagen, aber die Genre-Grenzen verwischen unaufhörlich.

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Unabhängig von Genre-Schubladen habe ich einen Livemix erstellt, der aktuellsten Electropop mit Tech und Deep House kombiniert und ich finde, es ist ein recht tanzbarer Flow dabei herausgekommen. Ich habe HouseTones auf Mixcloud veröffentlicht. Das Tracklisting findet sich in meinem DJ-Blog

Partner gesucht: Objective-C-Entwickler für eine fein ausgedachte App-Idee

02.06.15

Ich suche einen verlässlichen Partner, mit dem ich eine App-Idee realisieren kann. Dafür habe ich ein Konzept geschrieben und das User Interface gestaltet. Beides zeigt deutlich, was die App können und wie minimalistisch sie aussehen wird.

app-idee

Es geht um Wissensmanagement für mobile Leute. :) Die App ist das Gegenteil von Featurerities und arbeitet ohne Cloudabhängigkeit. Sie ist auf die Kernfunktionen Wissen sammeln, Wissen strukturieren und Wissen nutzen fokussiert.

Sie richtet sich an Webworker, Journalisten, Wissenschaftler, Texter. Eine bereits angedachte Business-Version wäre für Unternehmen nützlich. Personas für diese Zielgruppen sind in Arbeit.

Ich will kein risikofinanziertes Startup aus dem Projekt machen, um damit schnell und dreckig reich zu werden. Unabhängigkeit ist mir wichtiger. Mir geht es darum, gute Apps zu konzipieren und umzusetzen. Die sollen Spaß machen, nützlich sein, super aussehen und immer auf Kernfunktionen reduziert sind. Minimalismus in Vollendung ist das Ziel, dauerhafte Bindung der Nutzer der Anspruch. Meine Maxime lautet entsprechend: So wenig Ablenkung wie möglich. Ein Minimum an Aufmerksamkeit soll für eine dauerhafte und produktive Nutzung sorgen.

Mein Vorbild einer solchen App ist übrigens der iA Writer, eine iOS-App, die fast alles in sich vereint, was eine exzellente Anwendung ausmacht.

Leider habe ich kein Budget für einen erfahrenen Entwickler. Ich biete Konzepte, Ideen, Design, UX-Verständnis und gleichberechtigte Teilhabe. Ich erwarte im Kern kontinuierliches Engagement, Netzerfahrung und Teamgeist.

Allgemein sehe ich ein großes Potential für App-Ideen, die es verstehen, den Nutzern ein Höchstmaß an Produktivität zu ermöglichen. Ich habe noch ein paar andere vielversprechende Ideen im Hinterkopf und zum Teil bereits konzipiert. Aber sie müssen erst einmal hinten anstehen. ;)

Leckeres schnelles Winterpüree mit Spiegelei

07.01.15

Ich habe kurzerhand ein herzhaftes und reichhaltiges Pürree kreiert, das die lieben Mitesser und mein Sohn richtig lecker finden. Die Zutaten sind einfach und schnell besorgt und können je nach Vorliebe unterschiedlich proportioniert werden. Die Kartoffeln und das Gemüse werden vor dem Kochen gewürfelt, je nach Garzeit mehr oder weniger fein.

Die Zubereitung ist kinderleicht, wenn ich von der Menge des Wassers für die Brühe absehe. ;-) Denn nach dem Garen soll nicht zuviel Flüssigkeit übrigbleiben. Aber ihr macht das schon und fangt damit an, den gehackten Ingwer und die kleinen Möhrenstücke in die kochende Brühe zu legen. Ungefähr fünf Minuten später kommen die Kartoffeln und Kohlrabistücke in den Topf. Wenn das alles weich ist, wird noch die Süßkartoffel ca. 5 Minuten mit dem gepressten Knofi gegart. Danach sollte auch nicht mehr allzuviel Flüssigkeit im Topf sein.

Während die Spiegeleier in der Pfanne brutzeln, kann das Gericht vor dem Pürieren etwas abkühlen. Während des Pürierens das Argan-Öl und je nach Bedarf ein wenig Natursalz und ein klein wenig Pfeffer dazugeben. Ich wette, das riecht schon gut. Ach übrigens: Ich püriere mir keinen Wolf, sondern lasse bissfreundliche Stückchen übrig. Bon Appétit.

Abnehmen mit Genuß und Gefühl

15.09.14

In den letzten fünfzehn Monaten habe ich zwölf Kilo abgenommen. Meine Abnehmtour fing Anfang 2013 an. Ich hatte das Rekordgewicht von 84 Kilo auf dem Leib. Zwar wirkte ich mit meinen 179 nicht wirklich dick, aber ich fühlte mich unwohl und war erschreckend unbeweglich geworden.

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Foto: photodune.net

Ich fing wieder mit dem Laufen an. Ich schaffte es, regelmäßig fünf Tage in der Woche die Laufschuhe zu schnüren. Nach einigen Monaten lief ich im Schnitt vierzig Kilometer in der Woche, gemütlich und ohne Leistungsdruck. Dabei nahm ich drei Kilo ab. Danach blieb das Gewicht konsequent bei 81 Kilo, wieviel ich auch lief. Das nervte mich und ich fing an zu forschen.

Einen Monat vor meinem Urlaub kam ich auf die Idee, eine Kalorien-App zu benutzen, um pro Woche ein Kilo abzunehmen. Um es vorwegzunehmen: In vier Wochen schaffte ich drei Kilo, ohne wirklich zu hungern. Ich war erstaunt.

Ich hatte mich zuvor zwei Einschränkungen unterworfen. Meine seit einigen Wochen anhaltende Alkoholpause fortzusetzen und keine Süßigkeiten mehr zu essen. So wirklich schaffte ich letzteres nicht. Aber ich ass tagsüber wenig, so dass ich mir Abends als Belohung oft Schokolade gönnte. Zudem sprach ich mir einen Tag in der Woche zu, an dem ich keine Kalorien zählte. Insgesamt was das der Anfang eines langfristigen Abnehmens, auch wenn ich im Urlaub wieder zulegte.

Das zwischenzeitliche Wiederzunehmen begleitete mich die ganzen letzten zwölf Monate. Weihnachten und um die Jahreswende herum sah ich es nicht ein, auf all diese leckeren Kalorienbomben zu verzichten und gönnte mir eine Auszeit. In Kilo war das Ergebnis fünf Schritte vor und zwei wieder zurück. Aber genau dieser Effekt motivierte mich, die nächste konsequente Runde des Abnehmens zu beginnen. Ich setzte mir ein Ziel, respektierte mein Vorhaben, also mich, und erreichte mein Ziel.

In diesen ganzen Monaten habe ich tolle Erfahrungen mit dem Abnehmen gemacht. Ich entdeckte das Essen mit Vorfreude und Freude. Ich gewann eine anderen Haltung zum Körper. Ich verstand, daß es nicht um schnelles Abnehmen mit Quälerei geht, sondern um ein bewussteres Verhältnis zum Essen und zum Körper. Was half mir konkret?

Ich machte mir Anfangs die Menge der Kalorien bewusst, die ich alltäglich zu mir nahm und verglich die Summe mit der, die ich ungefähr brauche. Wahnsinn!

Ich entdeckte unscheinbare Kalorien-Bömbchen und entschärfte sie. Ich reduzierte die Unmengen an Milchkaffee pro Tag, trank in kleineren Tassen, nahm weniger Espresso pro Tasse, um ein Beispiel zu nennen. Denn Frischmilch hat es in sich und fettarme schmeckt mir im Kaffee einfach nicht.

Ich beschloß, mich auf mein Essen und Trinken zu konzentrieren und verringerte die Situationen, in denen ich am Rechner, beim Aufräumen oder unterwegs irgendetwas in mich hineinschluckte. Essen, ohne zu wissen, was ich gerade eigentlich esse, das wollte ich nicht mehr. Stattdessen nahm ich mir Zeit für das Essen, ohne nebenbei etwas zu tun. Ich entdeckte die Langsamkeit des Kauens, ich entdecke sie immer noch jeden Tag. Ohne stetiges Üben werde ich das nicht verinnerlichen. Essen als notwendiges Übel, als Nichtkultur sitzt hierzulande immens tief.

In manchen Monaten übte ich das Hinauszögern des Essens. So lief ich erst meine Runden und nahm danach das Frühstück. Das wirkt wie eine Belohnung, die genußsteigernd sein kann. Dabei werden selbstverständliche Nahrungsmittel zu etwas besonderem. Einen Obstteller schätzte ich wert, frische Kohlrabi mit Salz wurden eine herzhhafte Lust, um Beispiele zu nennen.

Weniger ist mehr, darauf ist der menschliche Stoffwechsel eingestellt. Mit wie wenig der Körper auskommt, das erstaunt mich immer wieder. Aber es ist eine Frage des Trainings und der Gewohnheiten, wann der Hunger aufhört und wann er sich wieder meldet – und auch, wie ich Hunger wahrnehme.

Ich begann wieder zu kochen. Und auch wenn ich nicht häufig koche, verfeinerte ich leckere Gerichte. Dabei entdeckte ich zwanglos die vegetarische Küche und staunte, wie lecker und sättigend sie sein kann. Der seltene Fleischgenuß stellte sich wie von selbst ein. Wie schön ist das denn, dachte ich, lerne ich, auf meine Essbedürfnisse zu achten?!

Als praktisch erwies sich die Entscheidung, Fertignahrung durch selbstgemachte zu ersetzen. So bereite ich mir einen Früchte-Joghurt-Quark mit oder ohne Honig zu, der mein Bedürfnis nach etwas Frischem mit leichter Süße befriedigt. Ich mache mir eine ausreichende Menge für drei bis fünf Tage. Meistens ist er aber schneller weg, weil Freunde und Kinder auch gerne mitessen. Im Vergleich zu gekauften Joghurts nehme ich gut vierzig Prozent weniger Kalorien zu mir und esse etwas, das besser schmeckt.

Wenn ich dann mal koche, koche ich oft auf Vorrat. So habe ich schnelle Gerichte wie den Pesto-Nudelsalat mit frisch geriebenem Parmesan im Programm. Das schmeckt köstlich und ist nebenbei auch ein schnell zubereitetes Party-Essen, das gerne gegessen wird.

Interessant an der Erfahrung des Kochens: Ich habe meistens weniger Hunger danach, vor allem wenn die Zubereitung etwas aufwendiger ist. Anscheinend wird bereits die Zubereitung mit dem Probieren, Riechen und der Vorfreude zu einem sättigenden Erlebnis.

Für mich ist Essen machen nun häufig ein sinnliches Erlebnis. Allein das Riechen von frischen Kräutern, die Überraschung eines Gewürzes, das Reiben von Ingwer, das Pressen von Zitronen und Orangen, so dann Curry und Kräuter in der heißen Pfanne. Wie gut wir es haben!

Die Zeit rennt, als Freiberufler mit Lebensfreude ist sie stetig knapp. Da kam die Entdeckung der einfachen Snacks gerade richtig. Knäckebrot mit Hüttenkäse oder Magerquark, etwas Salz darauf und ordentlich Kresse. Lecker und frisch! Ein dünnes Roggenbrot mit Bio-Tomatenmark – der von Rapunzel schmeckt fruchtig und ist mein Ersatz für die Butter aufs Brot. Darauf eine Scheibe Nußschicken. Ein Genuß. Und beide Leckereien bleiben weit unter hundert Kalorien.

Ich würde lügen, behauptete ich, dass mich niemals der Heiß- oder Tröste-mich-Hunger gequält hätte. Aber wenn ich dann stark blieb, schlug ich ihm ein Schnippchen, indem ich einen saftigen süßsauren Apfel ass. Für mich das Wundermittel gegen Heißhunger-Attacken, die dann bei mir oft für mehrere Stunden wie weggeblasen waren.

Es ist fast müßig, zu erwähnen, dass mehr oder weniger regelmäßige Bewegung je nach Beruf notwendig ist, um langfristig abzunehmen und das Gewicht dann auch zu halten. Mein Motto ist: Fünf mal die Woche schwitzen, egal wie. Laufen, Radfahren, schnelles Gehen, den höchsten Stadtturm via Treppe besteigen. Ich sehe jede Bewegung, selbst Putzen und Spülen als köprerlichen Ausgleich und nicht als Last an. Im Alltag mache ich viele Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Und ich laufe fünf bis sechs Tage in der Woche, wenn nicht gerade eine längere Tagestour mit dem Rad ansteht. Ich kann nur sagen, das tut gut!

Ich glaube an keine Diätwunder und meide Gesundheitspäpste. Schnelles Abnehmen ist oft die Garantie für das umso zügigere Wiederzunehmen. Mein Körper sagt mir, was gerade gut ist für mich, falls ich verstehe, ihn zu deuten. Das schließt ein, Abnehmen als ein längerfristiges Unterfangen zu begreifen, bei dem es darum geht, eine andere Haltung zur Ernährung, zum Genuß und zum eigenen Körper zu entwickeln. Alles andere führt meistens zu alten Gewohnheiten und manchmal sogar zu mehr Gewicht. Gegen unseren Körper geht es nicht.

Bei aller Ernsthaftigkeit half mir beim Durchhalten auch, daß ich mir Ausfälle und Auszeiten verzieh. Eine Woche voller Kuchen und Schokolade mit Kaloriensummen jenseits aller Vernunft nahm ich nicht zum Anlaß, aufzugeben und meine Bauchspeicheldrüse zu bemitleiden. Selbstironie, Gelassenheit und Humor sind dann nicht die schlechtesten Freunde. Genau das meine ich mit Gefühl, einem Gefühl für die eigene Person, das keinen Perfektionismus und keine Eile verlangt, sondern Nachsicht gegenüber den eigenen Schwächen und Macken. Dann wird es mir möglich sein, dranzubleiben beim Projekt Abnehmen, bis ich nicht mehr darüber nachdenken muß.

Responsive Websites bauen: Entwürfe sind nicht mehr meine Babys – ich hinterfrage im Sauseschritt

29.08.14

Das folgenden Webdesign für meinen Kunden Drübbelken und Luzia Hofmann setzt mal wieder auf WordPress. Gerade für kleinere Websites mit einem knappen Budget ist WordPress die erste Wahl. Vor allem auch, weil der Kunde sich schnell ins System einarbeiten kann. Wer ein bisschen Erfahrung mit der Pflege von Websites mitbringt, kommt sogar mit einer Schulung am Telefon aus.

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Da mein Workflow von der Entwurfsphase bis zum CSS-Coding mittlerweile vollends auf responsives Webdesign ausgelegt ist, biete ich die Optimierung für Smartphones und Tablets für einen relativ geringen Aufpreis an – falls die Komplexität des Layouts und die Tiefe der Navigation sich in Grenzen halten. Auch wenn ich bereits einige Male den Aufwand unterschätzt habe, es widerstrebt mir schlicht, statische Websites zu bauen.

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Responsives Webdesign ist für mich ein Überbegriff für Design und Coding, welches für den mobilen Zusammenhang erstellt wird und sich nahtlos an Smartphones und Tablets anpasst, ohne an Qualität zu verlieren. Ich unterscheide nicht zwischen adaptivem und responsivem Webdesign. Das hat einen praktischen Grund: Es erleichtert mir die Kommunikation mit dem Kunden. Ihn interessieren diese Differenzierungen meistens nicht.

In den letzten Jahren achte ich stärker auf die Vorstellungen des Kunden. Ich nehme mir mehr Zeit für die Kommunikation im Vorfeld der Realisierung. Es geht nicht um meinen Geschmack, sondern um meine Erfahrung als Designer. Es geht um einen agilen Prozess, auch wenn das Projekt noch so klein ist. Diese Haltung hilft mir, sehr flexibel zu arbeiten und immer wieder die Kommunikation zu suchen. Es war nicht zuletzt die intensive Auseinanderersetzung mit dem UX-Design, die mein Selbstverständnis als Konzepter und Webdesigner verändert hat.

Ein Bewusstsein für die Bedürfnisse und Ideen des Kunden zu entwickeln, geht einher mit der kontinuierlich gestellten Frage, ob die Zielgruppe auch abgeholt und sich wohlfühlen wird mit der neuen Website. Auch hier geht es nicht um meinen Geschmack und um das Festhalten an Entwürfen, die mir auf Anhieb gelungen erscheinen. Entwürfe sind nicht mehr meine „Babys“, sie sind eine Möglichkeit unter vielen.

Ich hinterfrage viel schneller, entsprechend schnell kann ich Ideen und Arbeiten auch wieder verwerfen und Lösungen finden, die alle glücklich machen. Das Schöne daran ist, es lohnt sich auch für alle. ;-)

Behutsames Redesign für die mobile Zeit

15.08.14

Für die Rechtsanwältin Maria Schachten habe ich vor gut zehn Jahren eine einfache Website gestaltet. Sie enthielt ein Headerfoto von der Kundin und meine Portraitaufnahmen und tat ihren Dienst. Nun stand ein Redesign an. Da die Kundin mit dem alten Layout im Großen und Ganzen zufrieden geblieben war, sollten keine großen Änderungen vorgenommen werden und auf jeden Fall das Kopfbild gerettet werden. Leider stand es nur sehr klein zur Verfügung. Zum Glück gab es einen Weg, dieses akzeptabel zu vergrößern. Das Ergebnis:

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Im Vergleich dazu das Layout aus dem Jahre 2003. Das Coding hatte mit tabellenfreiem Markup und einem sparsamen CSS die Jahre richtig gut überstanden. Bei der Arbeit fiel mir auf, dass ich gestalterisch in den letzten Jahren dazu gelernt habe. Ich habe eine sicherere Nase, was die Abstände und Proportionen betrifft. Insgesamt ist der Lernprozess noch beschleunigt worden durch die responsive Webzeit.

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Responsivität für große und kleine Screens, mit angepasstem Headerbild für mobile Geräte:

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Wir sind sein

09.08.14

Eigentlich wollten meine Tochter Lina, ihr Freund Shawn und ich eine Radtour von der Jahrhunderthalle über die Erzbahntrasse zum Rhein-Herne-Kanal machen. Wir trafen uns in der City von Bochum und Shawn hatte gleich einen Platten. Kurzerhand sind wir zu einem Fahrradladen, haben Flickzeug gekauft, Werkzeug geliehen und versiert geflickt. Darauf sind wir zum Westpark, um eine Fotosession mit Picknick zu machen. Dabei sind ein paar schöne Fotos entstanden, die ich mit der FujiFilm X-E2 gemacht< habe. Shaun-Lina

Überhaupt macht es Spaß, mit den beiden etwas zu unternehmen. Ich lerne nebenbei nicht nur besseres English, sondern es gibt auch immer anregende Gespräche: Über die Website für Shaun, die wir gemeinsam machen, über das Leben als BBoy Iron Monkey und Shawns Philosophie, die an fernöstliche innere Ruhe erinnert. Und immer wieder auch über Gott und die Welt. Wir sind dann Sein.

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Shaun

Wir vergassen die Zeit, derweil der Reifen fröhlich wie wir seine Luft verlor. Ein kleiner Draht hatte es sich gekonnt in einer empfindlichen Stelle des Profils gemütlich gemacht. Aber wir waren Sein und sind kurzerhand zur nächsten Tankstelle gelaufen, um danach mitten im Einkaufsrummel ein Café aufzusuchen, in der Hoffnung, dass die Luft im Reifen bleibt. Sie blieb. Wir auch.

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Iterationen: Kleine Geschichte über ein Interaktionselement

11.07.14

Für das User Interface einer App habe ich im Mai eine Ordnerverwaltung gestaltet. Am ersten Tag war ich in meinem Kopf der Windows-Welt mit dem Windows Explorer und seinem Ordnerbaum verhaftet. Dabei hatte ich bereits beim Entwerfen leichtes Magendrücken. Schien mir doch dieser Ansatz allein aus Platzgründen nicht passsend. So ging ich mit einem Unbehagen in die Nacht und entschied am nächsten Tag, mich vom Ordnerbaum („Tree“) zu verabschieden.

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Ich entwarf nun die oberste Ebene der Ordner als Flächen, die groß genug zum Touchen waren. Ein „Plus“ sollte signalisieren, dass weitere Unterordner vorhanden sind. Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings sah das nicht sehr sexy aus, eher buchhalterisch und zu eng gesetzt. Das mannigfache Pluszeichen verstärkte den Eindruck noch. Und da Unzufriedenheit für mich das untrügliche Zeichen dafür ist, dass ich die Lösung noch nicht gefunden habe, verwarf ich den Entwurf wieder.

Nun besann ich mich auf moderne App-Entwürfe und fand heraus, dass es keine Schande ist, Interaktionselementen genügend Platz zu gewähren. ;-) Die Grafik oben zeigt letztendlich das Ergebnis und einen deutlichen Fortschritt, wie ich finde. Die Kreuzchen-Invasion ist gebannt, die Flächen bieten genügen Platz für die Benennung der Ordner und es bleibt trotzdem aufgeräumt. Da das „Scrollen“ auf mobilen Geräten schneller und mit weniger „Energieaufwand“ funktioniert, als mit der Maus an Desktop-Rechnern, ist die größzügige Bemessung von Platz kein Nachteil. Der Gewinn ist schnellere Orientierung.

So bin ich also innerhalb von 2 langen Tagen durch die Geschichte eines Interaktionselements gerast und bei einer zeitgemäßen Variante gelandet. Danach habe ich den kompletten App-Entwurf für iOS-Geräte ausgelegt und dabei das Design weiter verfeinert:

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Es bleibt mir noch recht viel Arbeit mit meiner App-UI. Das Einfache und Konsistente im Designprozess ist nur mit viel Geduld zu erreichen und wer sich daran abarbeitet, der spürt und begreift, wieviel Arbeit die UX eines intuitiven User Interfaces macht. Entscheidend ist, ständig zu hinterfragen und jegliche Selbstverliebtheit, die wohl öfter auf Eigenentwürfe übertragen wird, erst gar nicht zuzulassen. ;-) Entscheidend für einen erfolgreichen Designprozess sind zudem Anregungen, Ideen und Kritik von den unterschiedlichsten Leuten. Bin ich bereit aufmerksam und offen zuzuhören, lassen sich nicht selten wertvolle Anregungen entdecken. Und manchmal kommt es auch soweit, dass das Konzept hinterfragt werden muss, was durchaus zu einem besseren Konzept führen kann. In einer solchen Sitaution befinde ich mich zur Zeit mit meiner App-Idee. Es bleibt spannend und lehrreich!

Rezept: Linsendal – spicy and ruddy

31.05.14

Als mir vor einem halben Jahr ein guter Freund das Kochbuch Vegetarisch für Faule empfahl, begann ich, ungeplant Quasi-Vegatarier zu werden. Ich entdeckte einige leckere vegetarische Gerichte, die auch mit einfachen Zutaten zu machen sind.

In dem Buch ist auch das Linsendal für zwei Personen. Nach einigen Versuchen habe ich meine eigene Art der Zubereitung und Bemengung gefunden. Das Ergebnis ist ein 90%-Prozent-Rezept, heißt, die meisten Esser sind begeistert und verlangen hartnäckig das Rezept. Hier ist es:

Im Unterschied zur Zubereitung im Kochbuch, koche ich die Linsen 10 Minuten in einem Extratopf vor. Die Zubereitung:

Als Currypulver verwende ich übrigens das aromatische „Rotes Curry Thailand“ von Demeter. Wenn erst einmal alles geschnitten ist, ist das köstliche Gericht schnell gemacht und schmeckt vor allem lauwarm aber auch kalt vorzüglich.

Entwurf und Umsetzung einer visuellen Identität

29.05.14

Im Herbst 2013 kam eine Freundin, die ich aus den Augen verloren hatte, auf mich zu. Sie stand vor einer Firmengründung mit zwei Partnern und suchte einen Print- und Webdesigner. Sie hatte sich unter anderem an eine Visitenkarte erinnert, die ich ihr 1999 erstellt hatte und suchte meine Kontaktdaten im Netz.

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Daraus ist eine spannende Zusammenarbeit geworden, die mir die Möglichkeit gab, eine visuelle Identität für ein Startup zu entwickeln, das sich in 2014 erfolgreich als Bildungsträger etabliert. Bevor es aber losgehen konnte, gab es für alle von uns viel zu tun. Ich bekam als Vorgabe für meine Arbeit den Firmenamen „defakto“ und den Slogan „…nach allen Regeln der Kunst“. Daraus habe ich im zweiten Anlauf ein Typo-Signet entwickelt, das sowohl die Sachlichkeit des Namens wie auch eine Anspielung auf den Claim enthält.

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Nachdem auch mein Farbvorschlag nach intensiven Diskussionen angenommen war – es gab immerhin drei Entscheider zu überzeugen -, stand die Vollendung der Geschäftsausstattung mit Visitenkarte, Briefbogen und Konzeptpapier an. Gar nicht so einfach war dabei, den doch recht langen Claim würdig unterzubringen.

Als nächstes begann meine Arbeit als Webdesigner. Es gab den Wunsch nach animierten Kacheln für eine Webpräsenz, die als imagebildende Website aufgebaut werden sollte. Ihre Hauptaufgabe ist, Aufmerksamkeit zu erregen und in aller Kürze über das Selbstverständnis und die Konzepte der Firma zu informieren. Das Ergebnis ist eine Website mit CSS-3D-Effekt und hohem Wiedererkennungseffekt. Sie funktioniert in der mobilen Variante ab einem festgelegten Breakpoint ganz ohne Animation, was Ressourcen schont.

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Responsive Dokumentations-Site

Der Kunde defakto GmbH brauchte danach für seine in kurzer Zeit akquirierten Bildungsprojekte eine Dokumentations-Site mit eigenständigem Layout und Ideen für die Informationsarchitektur. Also klärte ich mit dem Kunden die inhaltliche Struktur, was nicht so einfach war, da noch kaum Inhalte vorhanden waren. Aber wir hatten klug vorausgedacht. Danach entwarf und codete ich ein neues Layout und integrierte es in das bereits von mir eingerichtete CMS. So entstand defakto DOKU.

Das eingesetzte CMS ist Expressionengine. Es organisiert zugleich die Inhalte der Imagesite. Für beide Sites reichte eine Installation. So ist der Kunde mit geringer Lernkurve in der Lage, sowohl die imagebildende Website als auch die inhaltsstarke Doku-Site zu pflegen. Nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.

Zudem enthält defakto DOKU eine leicht zu aktivierende responsive Diashow mit Fotos aus den Projekten, die nur bei Bedarf im Inhaltsbereich erscheint. Sie braucht somit keinen Platzhalter, wenn es keine Fotos gibt. Das Script heißt übrigens LayerSlider und ich empfehle es guten Gewissens. :-)

Mein Zaubertrank: Kühle Ingwerseele

12.05.14

Da ich nicht immer Lust und Zeit habe, einen Ingwertee aufzusetzen, überlegte ich mir eine Art „Kurzen“, den ich täglich kühl und frisch trinken könnte. Ähnlich dieser Knoblauch-Zitronen-Kur, die grad populär ist. Aber mein Drink sollte nicht abscheulich schmecken, sondern gut. Hier das Rezept:

Ingwerknolle mit warmen Wasser abbürsten und die grobporigen und offenen Stellen wegschneiden. Danach die Knollen mit Schale und einer groben Reibe in einen Kochtopf reiben und den Ingwerduft genießen. Zusammen mit Zitronenmelisse in einen Topf geben.

Nun das kochende Wasser darübergießen. Mit der Menge des Wassers variere ich die Schärfe des Tranks. Nun kurz aufkochen sowie 10 Minuten oder länger ziehen lassen. Währenddessen die Zitronen und Orangen auspressen.

Jetzt den warmen bis heißen Ingwersud abseien und auspressen und den Apfeldicksaft und den Honig hineinrühren bis er eins mit dem scharfen Saft. Abkühlen lassen und dann den gepressten Saft dazugeben. Nun Abfüllen in verschliessbaren Flaschen und jeden Tag um die 50 ml frische, köstliche, kühle Ingerseele genießen. Allein die Farbe hat einen Preis verdient. Reicht für ungefähr 2 Wochen.

Ein Tipp noch: Vor dem Trinken riechen. Was für eine Einladung! ;-)

Update: Minze und Zintronenmelisse verfeinern den Geschmack noch, die werden mit dem Ingwer kurz aufgekocht. Und magst Du es weniger sauer, nehme weniger Zitronen und mehr Orangen. Das richtige Verhältnis macht diesen Zaubertrank erst traumhaft.

Wenn responsive Webdesign erschwinglich ist

17.03.14

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Bei guter Planung und eines geübten Coders müssen kleinere responsive Webprojekte nicht übermäßig teurer werden, wenn es vornehmlich darum geht, die Navigier- und Lesbarkeit auf Geräten wie Smartphones anzupassen.

Der Zeitaufwand für responsives oder adaptives Webdesign steht und fällt mit der Komplexität des Layouts, der Navigationstiefe und der Art der Illustration und javascriptgestützten Animationen. Kleine Präsentationsseiten dürfen hier ruhig kürzer treten, das behalte ich beim Layoutentwurf im Hinterkopf, immer mit Blick auf die Anpassung für mobile Devices.

Für die Kundin Melanie Moskob, die sich mit zwei Seiten

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Bedanken mächte ich mich herzlich bei Ruth Urban, die die Websiteprojekte organisiert und mich ins Boot geholt hat.


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