Ratatatam

05.12.08

Der ungebremste Sinkflug des FC Schalke 04 kam gestern im Radio umso deutlicher heraus; da half auch Pfosten raus! nicht weiter. Alles, was ich bis dahin beim Anschauen der vergangenen Spiele dachte oder herausfluchte, redeten mir die Kommentatoren im WDR-Livestream aus der Seele: Ideenlosigkeit, Querpässe ohne Ende, zu wenig Geistesgegenwart, technische Schwächen, die an die Kreis-Liga erinnern, Fehlpässe im Mittelfeld, die regelmäßig zu Gegentoren führen. Was ist nur mit dieser Mannschaft los, die keine mehr ist? Aber fing die Misere nicht bereits mit dem Trauerspiel namens Slomka-Rauswurf an? Mit Vereinsfunktionären in den Hauptrollen, die den ungeduldigen Erfolgsanspruch vor die Realität stellen? Und was soll dieser Euro-Fighter-Kult, der die Trainerbank zum Platzen bringt und Manager Müller unangreifbar macht. Aber 15 Millionen als Geldspritze für den Weg nach unten sprechen eine deutliche Sprache. Da hilft auch die Flucht nach vorne keinen Schritt weiter.

Vielleicht wäre es besser gelaufen, hätten die erfolgssüchtigen Herren in den oberen Etagen den sympathischen Mirco ohne öffentliche Demontierung und mit mehr Mitspracherechten arbeiten lassen. Slomka hatte meistens eine Mannschaft am Start, wenn es drauf ankam. Unvergessen sein Mut, gegen Bayern auf den reaktionsschnellsten Torwart der Liga, auf den von mir bewunderten Manuel Neuer zu setzen. Und es gab immer mal wieder packende Fussballspiele gegen direkte Mitbewerber zu sehen, die ich in dieser Saison vermisse.

Was bleibt, ist ein daumendrückender Blick zur TSG nach Hoffenheim, die morgen hoffentlich dem Großkotz von der Isar eine Riesenklatsche beibringen, zugleich zitiere ich mit Kopfnicken den Hoffenheimer Manager Schindelmeiser: „Jetzt genießen wir das Gefühl, dass uns die Leute wegen unserer Art Fußball mögen.“ So isses! —

Nachschuss: „Eine explosive Mischung.“

   

4 Kommentare

  • 1 — Geschrieben von Stefan am 5. Dezember 2008 um 02:52:

    Hört, hört. München gegen Hoffenheim ist auch so ziemlich das einzige, was mich am kommenden Spieltag noch interessiert.
    Jetzt wo Berlin im Cup auch nicht so gut dastand, gibts zwar für Schalke noch etwas Hoffnung, zumal man ja eine gewisse Heimstärke attestieren kann. Natürlich längst nicht wie zu Zeiten, da Peter Lövenkrands gegen Bremen per Seitvallzieher traf, aber die sind sowieso vorbei.
    In dieser Saison keine Lethargie aufkommen zu lassen als Schalker, das bedarf schon einer großen Hartnäckigkeit – oder Sichtschutz ;)

  • 2 — Geschrieben von Ralphs am 5. Dezember 2008 um 03:11:

    Ich erhoffe mir am Freitag spannenden Fussball mit genial-schnellen blauen Kombinationen und Toren, damit jeder sehen kann, was man bewirkt, wenn im Training mehr als ein Querpass verboten ist.

    Mal abwarten, was am Samstag passiert, ich glaube nicht, dass sich die Schalker bis dahin berappelt haben werden. Aber wir sind ja härtnäckig hier im blauweissen Pott. ;)

  • 3 — Geschrieben von Ipschek am 5. Dezember 2008 um 05:46:

    Ach watt spannender Fussball. WO denn inner Liga?

Trackbacks?



Ansichten:  Frank · aurora · Markus · Ping

Android Anleitung App Design Blogosphäre Bochum Buch CMS CMS Made Simple DJR Electropop ExpressionEngine Film Fotografie Fotolust Freiberufler Fussball GooglePlus Grafikdesign Icondesign Ingwer iPod Touch IT-Sicherheit Layout Leben Medien Musik Netz Politik Produkt Redesign responsive Webdesign Rezepte Ruhrgebiet Software Sprache Technik Teufel UX UX-Design Verpackungsdesign Videoanleitung Webdesign Webradio Wissen Wordpress

© 2017 Ralph Segert . Impressum