Ratatatam

CMS Made Simple im Schnelldurchgang

28.04.09

Wie ich kürzlich berichtete, habe ich mich für ein Redesign auf einen autodidaktischen Crashkurs für das Content Management System CMS Made Simple eingelassen. Über meine Erfahrungen mit dieser Open Source Software berichte ich folgend.

Anfänglich fand ich keinen Weg, meinen CSS-Code (ohne Hacks) für die Navigation zu integrieren. Nach nervenaufreibenden Versuchen beschloß ich, mich Schritt für Schritt in eines der integrierten Menülayouts einzuarbeiten und die Strukturierung des CSS zu durchblicken. Als diese Hürde überwunden war, ging die weitere Layoutanpassung schnell voran. Ein integrierter MenüManager hilft dabei, die im CMS enthaltenen Navigationen als valide Templates zu verwalten und individuell anzupassen. Viele Anforderungen an Navigationen für kleine bis umfangreiche Websites lassen sich damit abdecken. Aber Vorsicht, in diesen Templates herrscht PHP SMARTY und die CSS-Anweisungen sind darin eine unscheinbare Minderheit. ;-)

Schnell habe ich beim weiteren Ausprobieren komfortable Dinge entdeckt: Nutze Globale Inhaltsblöcke! Erstelle im Editor einen HTML-Footer mit Inhalt und speichere ihn als „globalen Inhaltsblock“ ab. Lösche dann den Footer in Deinem Template und setze stattdessen einen Tag wie {global_content name=’footer’}.

Solche CMSms-Tags lassen sich als Platzhalter für viele Seitenelemente einsetzen: Für die Metatags, die Navigation, Stylesheets, Brotkrumennavi, für den Link zu einer druckfreundlichen Seite (die via CSS individuell angepasst werden kann) und viele mehr. Diese Tags muss man sich nicht im Netz zusammensuchen. Sie sind innerhalb des CMS aufgelistet und mit ihren Optionen erklärt. Wer ahnt, was möglich ist, wenn man das Prinzip „Tag“ ausreizt? ;-)

CMS Made Simple

Wer mehrere Layouts innerhalb einer Installation verwalten will, wird sich sicher über den integrierten ThemeManager freuen. Erstelle via Copy and Paste ein neues Template, weise dem Template ein zuvor erstelltes Stylesheet zu und exportiere danach das Layout mit Hilfe des ThemeManagers, um es in eine andere mit CMSms verwaltete Site zu importieren. Das zeigt eindrucksvoll, dass ein aktueller Reizbegriff wie „Manager“ durchaus positive Assoziationen wecken kann. ;-)

Templates

Erfreulich – sowohl für den Webdesigner wie auch für den Kunden – ist der leistungsstarke Editor namens TinyMCE, der im WYSIWYG-Modus zur Höchstform aufläuft, das heißt zuverlässig arbeitet. Mit ein paar Klicks kann sich der Kunde auch unterschiedliche Layouts für Unterseiten anlegen, wie die Seite Termine recht gut zeigt. Pfiffig ist auch, dass die internen Links aus einem Drop Down Menu gewählt werden können. Auch zahlreiche Sonderzeichen lassen sich via Klick einfügen. Beschränkt der Admin die Rechte des Nutzers auf den – frei konfigurierbaren – Editormodus, liegt der intuitiven Aneignung der Website-Pflege kaum ein Stein im Weg.

Der Editor von CMS Made Simple

Ob ich den Editor für die Inhalte einsetze oder als Gestalter das CSS und (X)HTML bearbeite, beide Arbeiten haben eine Kleinigkeit gemeinsam: Beim „Zwischenspeichern“ von Templates oder Inhalten bleibt der Editor dort, wo zuletzt die Schreibmarke stand. Nervtötendes Scrollen – vor allen, wenn die Seiten lang sind – fällt also weg.

Ein Bug des Editors trübt die Freude beträchtlich. Das wird beim Einfügen von Bildern aus der „Bildverwaltung“ deutlich: Es fehlt oft das Icon für „Durchsuchen“, so dass der Pfad für ein Bild per Hand eingetragen werden muss (wer hat solche Pfade im Kopf?). Mit etwas Vorbereitung und Copy and Paste ginge das „Bild einfügen“ auch, würde aber für weniger ambitionierte Anwender ein großes Hindernis sein. Vielleicht gibt es aber in der vor kurzem erschienenen Version 1.5.4 (das ich noch nicht installiert habe) eine Bereinigung des Fehlers.

Noch ein Wort zum WYSIWYG-Editor TinyMCE: Der Admin kann ihn für seine Schützlinge konfigurieren. So läßt sich z.B. eine Werkzeugleiste freischalten, die das Einbinden von Tabellen für den Content erlaubt.

Website-Pflegende, die häufig neue Seiten anlegen, werden sich freuen, wenn Ihnen der Admin sinnvolle „Seitenvorgaben“ eingestellt hat, die in jeder neuen Seite standardmässig ausgegeben werden. Das können Metatags und Layoutelemente oder diverse Optionen sein, so z.B. ob die Seite in den seiteninternen Suchergebnissen (yep, eine leicht zu aktivierende Suche gibt es auch) erscheinen oder im Menü angezeigt werden darf.

Seiten in CMS Made Simple

Wird eine neue Seite erstellt, läßt sie sich individuell und suchmaschinenfreundlich einrichten. Trage „Seitenspezifische Meta-Daten“ ein, bestimme ein „Titel-Attribut“ und lege eine Ziffer für den „Tab-Index“ fest, bestimme den Eigentümer der Seite und überlege Dir einen passenden „Seiten-Alias“ für suchmaschinenfreundliche URLs. Ich habe längst nicht alle Einstellungen ausprobiert. Hier gilt: Nicht kleckern, experimentieren!

Ich habe das oben vorgestellte Redesign im Großen und Ganzen local erstellt und war gespannt, ob die Übertragung auf den Server der Kundin so problemlos funktionieren würde, wie es der Support beschreibt. Und in der Tat, wer sich an die Vorgehensweise hält, die Serverpfade etc. kennt und ein wenig mit PHPMyAdmin zurechtkommt, wird mit der Übertragung keine Probleme haben.

Zuguterletzt war ich gespannt, ob CMS Made Simple auch valides (X)HTML und CSS ausgeben würde. Nach einigen seltsamen Fehlern, die der Editor TinyMCE erzeugt hat (wahrscheinlich durch das Copy and Paste beim Inhalte einpflegen) gaben die Validatoren grünes Licht. ;-)

Fazit: CMS Made Simple eignet sich sehr gut für kleine bis mittelgroße Websites, die unabhängig von einem Webdesigner gepflegt und über mehrere Menüebenen erweitert werden können. Die Lernkurve für den Kunden ist recht niedrig, so dass aufwendige Schulungen wegfallen. Ein paar Lernvideos oder Support via Telefon würden reichen, wenn sich der Anwender nicht wie ein mittelprächtiger DAU anstellt. Ambitionierte Anwender wären in der Lage, auch unterschiedliche Layouts für verschiedene Inhalte einzupflegen. Zudem gibt es auch einen deutschsprachigen Supportbereich und das Forum der Community. Fragende sind dort sicher willkommen und Helfende erst recht.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   8 Kommentare    

Eine Arbeit mit schneller Lernkurve ;)

27.04.09

Vor einigen Wochen haben wir Frau Tanja Klein als neue Kundin gewonnen. Für ihre Site kleincoaching.de galt es ein Redesign zu erstellen. Das ging am letzten Wochenende online. Zuvor stellte sich heraus, das WordPress als CMS für ihre Ansprüche nicht ausreichen und dass für eine Lizenz von ExpressionEngine das Budget zu klein sein würde. So habe ich mich auf Wunsch der Kundin in das mir bis dahin unbekannte CMS Made Simple eingearbeitet. Ich werde in Kürze darüber berichten, ich habe schon einiges notiert und in Sätze gepresst. ;-)

Update 29.04. – Versprochen und gehalten: CMS Made Simple im Schnelldurchgang

kleincoaching.de

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   5 Kommentare    

Bytebaby-Twitter

05.04.09

Okeh, anstatt hier lange Beiträge über Six Revisions zu schreiben, könnte ich die Ressource auch gleich twittern. Gesagt, getan. Für den schnellen Link ist Twitter ja nicht schlecht, für den schnellen Verkauf vielleicht auch nicht.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   2 Kommentare    

Probleme mit CSS-Frameworks

24.03.09

Was Sie über CSS-Frameworks wissen sollten! kann ich Euch nicht genau sagen, die beiden Autoren Dirk Jesse und Nils Pooker wissen es aber ganz genau. Kleine Kritik am Rande: Das Lesen wird durch einen Mischmasch aus Deutsch und Englisch etwas erschwert. Ein „Essay“ gewinnt durchaus durch die konsequente Wahl einer Sprache, auch wenn man zitiert. Das englische Original der Zitate läßt sich bei Bedarf durch Linksetzung jederzeit nachprüfen. – via pixelgraphix.

Autor: Ralph Segert   Tags:   1 Kommentar    

Was kann trotz Arbeit und Fest sehr erholsam sein?

03.01.09

Ich habe zum Jahresende eine kleine Website für die Automotive Claim Consulting GmbH mit Portraitfotografie und kleiner Geschäftsausstattung fertiggestellt und einen zufriedenen Kunden gewonnen. Ansonsten haben wir es in diesen Fest- und Kaufrauschtagen ruhig angehen lassen und mit Familie und Freunden das Zusammensein genossen. Verena und ich haben zudem eine Reihe genialer französischer Filmklassiker von Chabrol, Bresson, Melville und Verneuil gesehen. Welt Welt und Dummheit Dummheit sein lassen, sich auf seine Arbeit konzentrieren und dabei das Netz locker links liegen zu lassen, das kann sehr erholsam sein. :-)

Webdesign für die Automotive Claim Consulting GmbH

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   3 Kommentare    

Das große Meckern

06.12.08

Zum Thema New Dashboard Design für WordPress 2.7 kommentiert jemand radikal unzufrieden mit langer Leitung: „fifteen minutes with it and i hate it already. Von wegen, das große Meckern wäre eine besondere Eigenschaft der Deutschen! Das täuscht.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,      

Das Blogger-Buch und Der erfolgreiche Webdesigner

05.12.08

Dennis Horn und Daniel Fiene, die Autoren von Das Podcast-Buch, haben nun Das Blogger-Buch geschrieben. Ich vermute, dass die beiden das gut gemacht haben für alle, die einen Einstieg suchen. Die Website zum Buch vermittelt eben diesen Eindruck. Vielversprechend erscheint auch das Buch Der erfolgreiche Webdesigner von Nils Pooker, welches Perun (der oberste Gott der slawischen Mythologie ist nicht gemeint ;) uns aus guten Gründen empfiehlt. Die Idee, den Beruf des Webdesigners aus der Perspektive eines Freiberuflers zu beschreiben, steht mir nahe, hatte ich die bereits vor einigen Jahren im Kopf, um dann keine Lust zu haben, für en Appel und en Ei ein Buch zu schreiben. Denn es is immer viel Arbeit dabei, ich erlebte das Ende 97 am eigenen Leib, als das Online ABC mit Hilfe eines geduldigen Lektors endlich in den Druck gehen konnte. Ich tendiere eh eher zur Prosa, das steht schon mal fest. Immerhin. °L°

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   1 Kommentar    

Layout Ratatatam

11.11.08

Neu im Weblog-Layout-Angebot ist das Theme Ratatatam, eine in dezentem schwarz und weiß gehaltene Leseumgebung, die mir auch für längere Texte sehr gut geeignet scheint und zudem den neuen Blogtitel prägnant betont. Texte über Filme aus den 60er und 70er Jahren würden zum Beispiel zu diesem Layout sehr gut passen, so scheint es mir.

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   8 Kommentare    

Dark Tab ;)

31.10.08

Ich biete Silver Note und Dark Tab, damit sollte der Wunsch nach dunkler Bloganmutung gut bedient sein. Es folgt bald Tschichold, hell und freundlich. Schönes Wochenende.

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,      

Style Switcher Reloaded

28.10.08

Style Switcher scheinen aus der Mode gekommen zu sein. Ich weiss gar nicht warum. Weil sie eh nicht genutzt werden? Kommt vielleicht drauf an. Wer es hier zum Beispiel lieber dunkel mag, kann sich das jetzt oben im Hauptmenü dauerhaft einstellen. Bitte einfach „Silver Note“ wählen. ;-) Weitere Themes folgen, denn das ist eine schöne Art, um zu zeigen, welche Freude ich an schönen Weblog-Layouts habe. Unterstützt werde ich dabei vom Plugin Theme Switcher Reloaded, das sich problemlos einbinden und aktivieren ließ. Tja, guter Service erzeugt wiederum woanders guten Service, so ist das im Web. ;)

Silver Note

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   2 Kommentare    

7 Weblog-Layouts auf WordPress

13.03.08

Heute habe ich nach einigen Anläufen in freier Rede ein Video erstellt, in dem ich sieben Weblog-Layouts auf WordPress vorstelle, die ich in den letzten Jahren gestaltet habe. Dabei musste ich feststellen, dass ich spontan besser spreche als kontrolliert im Monolog vor einem Display. Wie dem auch sei, vielleicht ist die eine oder andere Anregung für den ambitionierten Weblog-Designer dabei, man weiss ja nie ;-) — Vier Layouts können in diesem Blog gewählt werden

7 Weblog-Webdesigns auf WordPress

Titel: 7 Weblog-Layouts auf WordPress
Größe: 15,8 Megabyte
Dauer: 15:56 Minuten


Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   4 Kommentare    

Webdesign, Textarbeit und Grafik

28.01.08

Der Auftrag für die Datec Retail Systems GmbH aus Österreich war eine runde Sache: Ich habe das Layout entworfen und umgesetzt, die Texte geschrieben und eine 2sprachige Version aufgesetzt, die es erlaubt, ohne HTML-Kenntnisse die Startseiten mit News zu füttern. Zudem haben wir die PDFs neu gestaltet und mit Inhalten gefüllt.

Ein ähnliches Layout hatte ich Anfang 2003 einmal für die Sopic GmbH entworfen und umgesetzt, allerdings mit HTML-Tabellen, was wesentlich einfacher war, als die Umsetzung mit CSS. Denn es galt eine Lösung zu finden, die unabhängig von der Länge der beiden Spalten unten immer einen pixelgenauen Abschluß finden mußte, um zugleich ganz unten verschiedene Motive zu positionieren, die ihren exakten Platz behalten sollten.

Was das Motiv an geht, so war dessen Positionierung nur mit einem Trick zu realisieren: Die Grafik kommt von unten zwischen Inhalt und Footer angeschlichen und passt sich durch ein negatives margin-top eines Spans exakt in die Sidebar ein. Damit nun das Bild bei kurzen Seiten nicht den Inhalt der Sidebar überdeckt, bekam die Sidebar ein margin-bottom mit einem positiven Wert, der den negativen des Spans aufhebt. Hört sich komplizierter an, als es ist. Nach einigen vergeblichen Lösungsversuchen war das genau die richtige Idee.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,      


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