Ratatatam

Massenüberwachung des Beschuldigten

20.06.11

Wenn die Polizei sich an der Erstellung von Bewegungsprofilen übt und 12.000 Anwohner und 20.000 Demonstranten stundenlang überwacht, dann muss das einfach Spaß machen, es ist so verlockend einfach und zudem lohnenswert: „Ziel der Funkzellenauswertung ist die Analyse der telekommunikativen Visitenkarte des Beschuldigten“. Polizei überwachte Mobilfunkzellen eines ganzen Stadtteils.
Nachtrag: Sächsische Polizei späht seit 2009 massenhaft Daten aus.
Nachtrag: Dresdner Datenaffäre: Auch Gespräche abgehört

Autor: Ralph Segert   Tags: ,      

Schöne neue Wolkenwelt

09.06.11

Mit der iCloud setzt Apple konsequent die freiwillig erscheinende Entmündigung des Nutzers fort. Wahrscheinlich liegt es an meiner Sozialisation im Netz, daß ich dem sogenannten Cloud-Computing gleichgültig bis skeptisch gegenüberstehe. Und die Vorstellung, meine Daten – Fotos, Videos, Dokumente – auf den Servern von Konzernen wie Apple, Microsoft und Google auszulagern, erzeugt bei mir Gruselhaut und kommt mir vor wie ein Verlust der Medienkompetenz.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,      

iZito

22.08.10

Nein, iZito ist kein neues Gängel-Produkt von Apple, sondern eine „meist intelligente Cluster & Meta-Suchmaschine“ und eine in meinen Augen brauchbare Google-Alternative. Wie ich darauf komme? Ich spürte in den letzten Tagen beim Suchen mit iZito nur selten das Bedürfnis, das Suchfeld des größten Datensaugers auf der Welt zu benutzen. ;-)

Autor: Ralph Segert   Tags: ,      

Vom iPad zum iBad

29.01.10

Das kann ich mir ja gar nicht vorstellen, dass ein so guter Konzern wie Apple sein neues Hype-Produkt namens iPad absichtlich mangelhaft auf dem Markt gebracht habe, wie es die Free Software Foundation genüßlich zum Ausdruck brachte. Die „Rechte der Nutzer“ seien auf dem iBad so stark eingegrenzt wie auf keinem anderen universal einsetzbaren Computer. Aber das muss man doch auch als Freidenker verstehen: Apple will nur das Beste für die große Gemeinde der iGläubiger, für die der schöne Schein mehr als das öde Sein. Alles, was ausserhalb der iWelt produktet, stört den iGläubigen nur, ist gar Teufelswerk, wenn man den iHardlinern glauben will. Zudem ist technikfetischistische Exklusivität nicht ohne Ausgrenzung zu haben, allein um sich vor bessere Produktwelten und damit vor der bösen Konkurrenz zu schützen, die auch nichts anderes als die Weltherrschaft im Sinn hat. Aber auch wenn iApple zur Zeit noch die Nase vorn hat bei der freiwillingen Selbstgängelung des iUsers und solche, die es werden wollen, jede Vorherrschaft hat früher oder später ein Ende.

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Neues aus dem Datenmissbrauchland

02.11.09

Die „Vorratsdatenspeicherung“ ist für Sicherheitsfanatiker der optimale Einstieg in die schwarz-rot-gelb-grüne Prämisse Bürger unter Generalverdacht. Was alles vorrätig und für den regen Gebrauch durch die Polizei gesammelt wird, bringt folgendes Zitat auf den wunden Punkt. Man beachte die Tatsache, dass die 15stellige IMEI-Nummer des Handys mitgespeichert wird. So sorgt man für einen hohen Grad der personalisierten Überwachung. Indirekt werden so die Daten eines Mobilvertrages mit der Vorratsdatenspeicherung verknüpft:

„Auf Vorrat erfasst werden die Rufnummern von Anrufer und Angerufenem, die Zeit des Anrufs, bei Mobiltelefonen die 15-stellige IMEI-Nummer zur Geräteidentifikation und die eingebuchten Funkzellen, um den Standort zu bestimmen. Dasselbe gilt für SMS. Bei anonymen Prepaidkarten werden auch das Datum der Aktivierung und die Funkzelle erfasst. Bei VoIP müssen auch die IP-Adressen der Gesprächspartner aufgezeichnet werden.“

Ist es Zufall, dass die extreme Sorge des Staates um zunehmende Überwachung des Bürgers im umgekehrten Verhältnis zur Sorge um den Datenschutz steht? Betrachtet man die Datenschleuder Arbeitsagentur, so liegt die Vermutung nahe, dass Datenmissbrauch aus Staatssicht zur Kategorie der Kaveliersdelikte gehört. Ist doch einfach nur praktisch, dass „Daten über Suchtkrankheiten und Verschuldung bis hin zu schwierigen familiären Verhältnissen […] bundesweit von rund 100.000 Jobcenter-Mitarbeitern eingesehen werden“ konnten.

deine daten für den staat

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Gefährlich geheime Nanotechnologie

22.10.09

Im Juni 2008 gab es eine recht breite Presse über die Gefahren der Nanotechnologie. Getan hat sich bis heute nur eins: Produkte mit Nanoteilchen von Nano-Food bis Kleidung und IT-Artikel haben zugenommen, aber eine dringend notwendige Kennzeichnungspflicht und Gesetze, die den Einsatz von Nanoteilchen regeln, gibt es nicht, einmal abgesehen davon, dass es nur wenig Öffentlichkeit über das Gefahrenpotential dieser Technologie gibt. Umso lobenswerter, dass endlich das Umweltbundesamt Warnungen ausspricht. Eine Gefahr liege zum Beispiel in der Gefährdung der Trinkwasserversorgung. In dem WDR-Artikel Klein, aber gemein – Nanoteilchen heißt es:

„Silberteilchen aus Kleidung werden beim Reinigen ausgewaschen. Und damit gelangen die hochwirksamen Silberteilchen in die Kläranlage. Aber sie wirken immer noch antibakteriell und bringen die Bakterienkulturen durcheinander, auf deren Arbeit die Kläranlage dringend angewiesen ist. Und nach der Kläranlage? Über den Verbleib dieser Silberpartikel in der Umwelt, in Pflanzen und Fischen, ist kaum etwas bekannt.“

So begrüßenswert die Warnung des Umweltbundesamtes ist, politisch wird sich solange nichts tun, bis die Nanopest genügend Kranke hervorgebracht hat oder der Verbraucherdruck stärker wird. Wie wärs mit einer Scheiß-auf-Nano-Partei als zukünftiger Koalitionspartner der Piratenpartei? Der Anti-Nano-Verbaucher braucht dringend eine Lobby. Allein in Deutschland versuchen 800 Unternehmen ihr Geld mit Nanotechnik zu machen und stellen den Verbraucher vor vollendete Tatsachen, obwohl es bereits einige Studien gibt, die die potentiellen Gefahren für Mensch und Umwelt nahelegen. Das heraufbeschworene „Potential“ mag Arbeitsplätze schaffen und tolle Effekte haben, aus meiner Sicht als Konsument verzichte ich aber gerne auf all die untergejubelten Scheinvorteile aus der Büchse der Pandora – stell Dir den genialen Löffel vor, auf dem der Honig nicht mehr klebt, lästiges Ablecken entfällt, oh Wahnsinnsfortschritt!
Video: Nanotechnologie: Umweltbundesamt warnt vor Folgen für die Gesundheit

Fortsetzung:
Die FR listete gestern Nano-Produkte auf. Dabei fällt mir ein, dass eine Webdatenbank mit Nanoprodukten nicht die schlechteste Idee wäre. Vertreten wären unter anderem Beiersdorf und der Großteil ihrer Sonnencremes, diverse Hersteller von Anti-Falten-Cremes sowie Socken, Bettwäsche und Sportkleidung (darin enthalten Nano-Silber), Glasreiniger Sidolin von Henkel mit dem „Nano-Protect“-Effekt, IT-Produkte jeder Art: Prozessoren, Displays und Bildschirme mit Oled-Technologie. Auch Kühlschränke würden verstärkt auf Nano-Silber setzen. Mercedes setzt Lack mit Keramikpartikeln ein.

Weitere Links: Interview mit Patricia Cameron, Umweltexpertin vom BUND: „Die Risikoforschung hinkt hinterher“ und wie das Umweltbundesamt die Nanogefahren anscheinend schönredet:

Die Nanopartikel sind bislang nur in den abgestorbenen oberen Hautschichten nachweisbar. Tiefere Hautschichten mit lebenden Zellen werden nicht erreicht, so das Umweltbundesamt. Forscher der Universität Tokio sind da nicht so optimistisch. Sie zeigten jüngst im Tierversuch mit Mäusen, dass Titandioxid-Nanopartikel sehr wohl bis in den Fötus wandern und dort die Umsetzung von Erbgutinformationen in Eiweiße stören. Betroffen seien Gene, die bei Gehirnstörungen eine Rolle spielten.

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Eine gewisse Vorfreude auf Windows 7

27.08.09

Ich habe im Juli Windows 7 RC auf einem 2 Jahre alten Dell-Notebook installiert und war angenehm überrascht: Erstaunlich schnell, erstaunlich unkompliziert, erstaunlich wenig Treiber- und Software-Probleme. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich jemals auf eine neue Windows-Version mit einer gewissen Vorfreude einlassen würde, das hängt wahrscheinlich mit meiner Lieblingszahl Sieben zusammen. ;-) Bevor ich aber meine stabil laufende und bisher beste XP-Konfiguration auf meinem Allround-Arbeitstier ThinkPad T60 aufgebe, warte ich noch bis Anfang 2010. Was nun Windows 7 an Verbesserungen bringt und wo es noch hapert, darüber berichtet ausführlich der Golem-Test Windows 7 – das macht der Vista-Nachfolger besser.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,      

Mensch 3.0

09.03.09

Wie steht es um die totale Vernetzung? Wird es für die sogenannten Digital Natives leicht sein, zwischen Fluch und Segen frei lavieren zu können? Wird ausschalten, abschalten nicht erreichbar sein, intensive Kommunikation, echtes Lernen und Erfahren anstrengender; von inneren Zwängen bestimmt, von schlechtem Gewissen gelenkt? Die Fürsprecher der radikalen Vernetzung, die die Antworten über die Zukunft der Arbeit, der Freizeit und des Internets bereits wissen, reduzieren soziale und kommunikative Kompentenz sowie individuelle Freiheit auf Beschleunigung und Effizienz der Technik und Arbeit. Die Worte Seele und Bedürfnis, Krise und Anstrengung, Unsicherheit und Geborgenheit sind in ihren Verheißungen nicht vorgesehen. Das darf misstrauisch machen.

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Ständig online in der Webciety?

03.03.09

Was für den Einen ein Graus, ist für den Anderen das technikfetischistische Nonplusultra: Ständig erreichbar, ständing ortbar, ständig online sein. Vernetzung bis in die Eingeweide, dass selbst private Blähungen sich einen bedeutsamen Nachhall in der „Webciety“ verschaffen, damit endlich das Internet das Herz der Gesellschaft“ werde. Auf ins schöne neue Netz der Welt!

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Die Dinge des Lebens

24.12.08

Die Dinge des Lebens von Claude Sautet aus dem Jahre 1970 gesehen. Nebenbei fiel mir das Unvirtuelle der Alltagstechnik auf, ohne Glücksversprechen auf Zweck und Nutzen reduziert, nicht immer und überall die Sinne einnehmend und beschäftigend. Technik nahm uns nicht das Leben ab, der Alltag machte mehr Mühe und gab uns die Zeit dafür. Zeit für Erfahrung. Alles auf Knopfdruck gab es nicht. Technik war schwerer, größer, beständiger, realer, langsamer, nicht immer und überall und in so rasanten Verfallszeiten verfügbar, nicht erschwinglich oft. Niemand hatte auch nur eine Ahnung davon, wie umfassend sich eine Gesellschaft beliebigen Produkten und technisch geprägten Massenartikulationen hingeben würde, um sich über das Wegwerfen und Neukaufen zu definieren. Nein, kein Kulturpessimismus. Vielleicht Abneigung gegen eine Mentalität der mühelosen Verschwendung, vielleicht – Pause jetzt!

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Electronic und Eisen

10.12.08

electronic

Electronic, die seit Ewigkeiten schwere Zeiger bewegt. Erinnert an die erste Computermaus.

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Technoide Wallung

02.12.08

Wenn Technik zur Verheißung wird, schlägt das Herz auf D-Lux 4.

Leica D-Lux 4

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Was bleibt vom Pagerank?

22.11.08

Kann mir jemand von den SEO-Suchmaschinenoptimierer-Onlinemarketing-Cracks da draußen bitte erklären, warum eine Site wie Mit Firefox per Du nur Pagerank 4 hat, obwohl sie auf der Supportseite von Mozilla (mit PR 8) und auf Hunderten von Webseiten verlinkt ist, obwohl sie populär ist und keinen Spam verbreitet? Eine kaum verlinkte Site wie mein DJ-Blog hat dagegen bereits 5.

Wird meine Anleitung wirklich wegen etwas Textwerbung abgestraft? Wenn der PR angeblich ein Indikator für die Linkverbreitung und relevant fürs Ranking sein soll, aber gar nicht ist, was bleibt dann noch vom Pagerank übrig? Habe ich etwas nicht begriffen, etwas verpasst, lebe ich hinterm Mond oder ist der Pagerank nur ein Marketingtrick, ein Fütterwort für IT-Journalisten? Auch die Sites, die bei bestimmten Suchbegriffen mit Pagerank 0 ganz oben stehen, finde ich seltsam. Was bedeutet das alles? Wer nimmt mich an die Hand und erklärt mir das? Vielleicht mache ich danach auch eine Anleitung für Einsteiger. Titel: Mit Pageranks per Du.

Bis vor kurzem habe ich den Pagerank nur selten beachtet. Nun aber informiert mich das Firefox-Add-on SearchStatus in Echtzeit und ich kann vergleichen — bevor ich noch zum Pagerank-Narr werde, deinstalliere ich das Teil lieber wieder.

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Videobeweis

12.11.08

Sind Sie noch nicht zusammengebrochen unter der Last der technikgesättigten Laien-Multimedia im niveaudrückenden Web 2.0? Sie ahnen also, dass das Alles Teil einer Chance um dringend benötigte Aufmerksamkeit sein kann. Das zeigen die im Westjordanland an Bauern verteilten Kameras, die rechtlich anerkannte Videobeweise gegen Misshandlungen liefern.

Heruntergestuft auf die Ebene der Saturierten wäre die Anerkennung des Videobeweises gegen dreiste Drängler und dressierte Raser hierzulande auch ein Fortschritt. — Ich dachte grad, ich täusche mich.

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Wie schalte ich den Strom ab?

04.11.08

Was sagt das über ein Produkt aus, wenn da jeden Tag die Suchanfrage „wie schalte ich einen iPod Touch aus“ in meiner Statistik auftaucht? Dass das Großtechniktum Apple das Ausschalten zum Geheimnis machen muss? Eben weil echtes Ausschalten den Akku schont? Und wer nicht ausschaltet und einige Wochen seinen iPod vergisst, erstaunt feststellt, dass der Strom schon verbraucht ist und die Uhrzeit neu eingestellt werden muss? Oder ist das einfach nur die Arroganz eines Unternehmens, das sich vor lauter Selbstüberschätzung selbst die billigste gedruckte Kurzanleitung für sein „revolutionäres“ Produkt nicht leisten will? — Ich weiss es nicht.

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Qubit und Quantencomputer

25.04.08

Folgend ein spannender Artikel über die Computer der Zukunft. Christian Meier erklärt verständlich das Rechnen in der Quantenwelt . Faszinierend das Qubit: Müssen heutige Prozessoren die Zustände 1 und 0 als 2 Bits hintereinander verarbeiten, so verarbeitet ein Qubit das parallel. Ein Qubit ist also 1 und 0, An und Aus gleichzeitig, auch wenn mein Kopf das spontan nicht wahrhaben will. ;-) Diese „Fähigkeit quantenmechanischer Teilchen, mehrere physikalische Zustände gleichzeitig einzunehmen, bezeichnen Physiker als Superposition“.

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„Emotion Technology“

01.04.08

Steht bald auf den Programm kritischer IT-Aktivisten die Forderung: Mein Herzinfarkt gehört mir? Wenn es nach den Gefühlskontrolleuren der Firma Exmocare geht, sollen solche Gefahren durch permamente Fernüberwachung von abgeschobenen alten Menschen verhindert werden. TR: Verriss des Monats: Verschärfte Einblicke

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Gedanken zur Miniaturisierung

24.03.08

These: Miniaturisierung der IT-Geräte führt zur Selbsterniedridung durch freiwilligen Verzicht auf Ergonomie-Vorteile. Der Erfolg des EEE-PC und seine Sichtung auf Camps aller Art ist ein Beleg dafür. Die Handhaltung beim Schreiben auf dermassen kleinen Tastaturen sieht aus wie Selbstquälerei, für Vielschreiber wäre sie das. Auch mein Bemühen, auf dem iPod Touch schreiben zu lernen, gleicht einer durch den Spieltrieb gerechtfertigten ergonomischen Regression mit der Folge, mich selbst beim Schreiben zu behindern. Die Gedanken sind vergessen, bevor der Satzanfang digitalisiert ist. Miniaturisierungen der Alltags-IT werden zu Produktitvtätsbremsen.

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IT der Zeit voraus: Newton MessagePad

16.03.08

Apple Newton MessagePad Der iPod Touch war nicht der erste Versuch Apples, einen Touchscreen-Computer für die Hosentasche zu etablieren. 1993 versuchte sich die Firma mit dem Newton MessagePad (allerdings nur für sehr große Hosentaschen geeignet ;-). In einem alten ct-Artikel von 2003 namens Apples Newton: Der Schwerkraft getrotzt, doch der Zeit voraus schreibt Detlef Borchers nicht nur über eine „sehr loyale Fan-Gemeinde“, die den Newton immer noch verehre, er berichtet auch über die Gründe des Scheiterns. Zudem:

„Als der Newton vor 10 Jahren debütierte, kündigte Apple in Boston gleich das nächste Produkt mit der neuen Technik an. WALT, das Wizzy Active Lifestyle Telephone, sollte eine Kreuzung aus Newton und Handy werden. Die Verträge mit regionalen Telefongesellschaften wie BellSouth wurden noch am selben Tag unterzeichnet. Doch in der kurzen Lebensspanne der MessagePads kam WALT nicht mehr zur Welt. Auf der CeBIT 1997 zeigte Siemens schließlich, wie ein Telefonssystem rund um den Newton ausehen kann, doch ging auch dieses Smartphone nicht in Serie.“

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IT der Zeit voraus: Die Computermaus

14.03.08

Erste Computermaus Die erste Computermaus wurde 1963/64 von Douglas C. Engelbart am Stanford Research Institute entwickelt und 1968 der Öffentlichkeit als „X-Y-Positions-Anzeiger für ein Bildschirmsystem“ präsentiert. In dem groben Holzkasten sah sie nicht grad sexy aus, aber was hieß das damals schon. Das Prinzip Computermaus musste aber noch 20 Jahre warten, bis es erfolgreich wurde. Ungemein hilfreich dabei war der 1984 eingeführte Apple Macintosh, der die User mit einer passenden grafischen Benutzeroberfläche begeisterte. Bereits 1985 bringt die Firma Logitech die erste Drei-Tasten-Kugelmaus namens LogiMouse C7 auf den Markt. An Ergonomie dachte zu der Zeit allerdings noch niemand. Apropos Holz, wer denkt, die Holzmaus sei heute kein Thema mehr, der schaue bitte einmal unter Pimp Your Mouse und staune.

Douglas C. Engelbart mit der ersten Computermaus
„Der Vater der Maus“: Douglas C. Engelbart

Unter anderem wegen der feinen Ergonomie favorisiere ich sowohl am Mac als auch am Win-PC die „Vaio USB Lasermaus“. Sie arbeitet auf unterschiedlichen Untergründen, hat einen leichten Rutsch, setzt unten an den Führungsflächen einfach keinen Dreck an und arbeitet vor allem beim Scrollen richtig schön leise. Apple-Mäusen kann ich nichts abgewinnen. Sie verdrecken und leiern zu schnell aus und kleben unangenehm bei feuchter Handfläche. Besonders ergonomisch sind sie auch nicht gebaut.

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Liebäugeln mit Apple Time Capsule

14.03.08

Apple Time Capsule scheint mir eine Lösung für die einfache Datensicherung unserer Bürorechner zu sein, auch wenn ich Wi-Fi-Lösungen soweit es geht zu vermeiden suche. Für unsere Hauptrechner könnte ich auch die Ethernet-Anschlüsse nutzen, so würde ich es erwarten. ;)

Die Apple-Werbung verspricht eine problemlose Datensicherung, eine schnelle sollte man dagegen nicht erwarten. Neuerdings.com berichtet im Test namens Problemlose Datensicherung, gut und teuer von um die 17 Stunden für 101 GB bei drahtloser Übertragung, zudem würde bei drahtlosem Backup der Internet-Zugang spürbar langsamer. Bei der ersten Sicherung via Time Machine ist entsprechend viel Geduld aufzubringen, danach dürften die täglichen Mini-Backups für unsere Verhältnisse in annehmbarer Zeit ablaufen.

Interessieren würde mich, wie gut Time Capsule mit Windows-Rechnern (über das mitgelieferte Bonjour für Windows) zusammenarbeitet, wie sich das Gerät bei Nutzung des Gigabit-Ethernet-WAN-Anschlusses verhält und ob es ein Dauerstrahler mit voller Leistung ist. Abschalten wird man Wi-Fi wohl können.

Autor: Ralph Segert   Tags:      


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