Ratatatam

Vom iPad zum iBad

29.01.10

Das kann ich mir ja gar nicht vorstellen, dass ein so guter Konzern wie Apple sein neues Hype-Produkt namens iPad absichtlich mangelhaft auf dem Markt gebracht habe, wie es die Free Software Foundation genüßlich zum Ausdruck brachte. Die „Rechte der Nutzer“ seien auf dem iBad so stark eingegrenzt wie auf keinem anderen universal einsetzbaren Computer. Aber das muss man doch auch als Freidenker verstehen: Apple will nur das Beste für die große Gemeinde der iGläubiger, für die der schöne Schein mehr als das öde Sein. Alles, was ausserhalb der iWelt produktet, stört den iGläubigen nur, ist gar Teufelswerk, wenn man den iHardlinern glauben will. Zudem ist technikfetischistische Exklusivität nicht ohne Ausgrenzung zu haben, allein um sich vor bessere Produktwelten und damit vor der bösen Konkurrenz zu schützen, die auch nichts anderes als die Weltherrschaft im Sinn hat. Aber auch wenn iApple zur Zeit noch die Nase vorn hat bei der freiwillingen Selbstgängelung des iUsers und solche, die es werden wollen, jede Vorherrschaft hat früher oder später ein Ende.

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   5 Kommentare    

Professionelle Video-Visitenkarte in 2 Tagen

06.01.10

Heute möchte ich eine Selbstdarstellungsidee vorstellen, die zwei Geschäftspartner von uns entwickelt haben. Tanja Klein und Ruth Urban kamen auf die gute Idee, in 2 Tagen und mit einem professionellen Team eine Video-Visitenkarte zu einem fairen Preis zu drehen. Gesagt, getan. Der erste Termin findet am 04.03. und 05.03.2010 in Bonn statt. Das Seminar ist auf 6 Teilnehmer begrenzt. Am 1. Tag wird ein Konzept für das Video erstellt, am 2. Tag gedreht.

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Ein Set fairer Kaffee

01.02.09

Der Kaffeeblogger Hans Langenbahn, Gründer der Maskal – fine coffee company, hat mir zum Dank für meine begeisterte Empfehlung ein Set großzügig bemessener feinster Kaffeeproben zugeschickt. Vielen Dank dafür und weiterhin viel Erfolg mit dieser guten Idee, den Verkauf hochwertigen Kaffees mit der Nachhaltigkeitsidee zu verbinden, nicht ohne zu vergessen, über die geförderten Projekte und die Produktion zu informieren. Schließlich ist fair ist nicht immer gleich fair.

maskal-kaffee

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   1 Kommentar    

Technoide Wallung

02.12.08

Wenn Technik zur Verheißung wird, schlägt das Herz auf D-Lux 4.

Leica D-Lux 4

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BigiPhone vs stürmige Brombeere

29.11.08

Apropos BigiPhone: Wer unbedingt mit einer berührungssensitiven Fliegenklatsche telefonieren muss, kann jetzt auch das Blackberry Storm wählen. Auch für den Storm stürmen die Leute die Online-Shops und schlagen sich in ihrer Smartphone-Gier die Köpfe ein (totgetreten wurde bis zum heutigen Buy-Nothing Day noch kein stürmender Kunde). Als ob es tausendjährigen Mangel geben würde, dabei wird das Teil bereits bei Ebay verscheuert. Skandalöserweise bringt der BigiPhone-Killer aber unglaubliche 155 Gramm mehr auf die Waage. Eine wahre Zumutung für all die Technoiden mit der schwindenden Muskelkraft und den zierlichen Hemdtäschchen am Herzen! Aber dafür hat Stormy einen vernünftigen Touchscreen, der konsequenterweise auf Druck reagiert und somit im Gegensatz zum iPhone sogar mit Handschuhen bedient werden zu können verspricht. Wer weiss, ob man nicht irgendwann auch mal in Grönland ne Email tippen muss. Ganz blöd dagegen, dass der Sturm WLAN nicht versteht. Deshalb warten die Klugen eine Weile ab, bis die Kinderkrankheiten der killernden Brombeere kuriert sind. Und dann kann das kratzsensitive BigiPhone wirklich einpacken.

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   19 Kommentare    

Wie schalte ich den Strom ab?

04.11.08

Was sagt das über ein Produkt aus, wenn da jeden Tag die Suchanfrage „wie schalte ich einen iPod Touch aus“ in meiner Statistik auftaucht? Dass das Großtechniktum Apple das Ausschalten zum Geheimnis machen muss? Eben weil echtes Ausschalten den Akku schont? Und wer nicht ausschaltet und einige Wochen seinen iPod vergisst, erstaunt feststellt, dass der Strom schon verbraucht ist und die Uhrzeit neu eingestellt werden muss? Oder ist das einfach nur die Arroganz eines Unternehmens, das sich vor lauter Selbstüberschätzung selbst die billigste gedruckte Kurzanleitung für sein „revolutionäres“ Produkt nicht leisten will? — Ich weiss es nicht.

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   2 Kommentare    

Weihnachtsgrüße aus der Notizbuchwelt

30.10.08

Das massenhafte Versenden von lieblosen Weihnachtsgrüßen zur Ehrung des Kunden liegt uns nicht, entsprechend übten wir Verzicht und investierten lieber Zeit und Geld in gute Arbeit und Service. Aber als Freund des Notizbuches — mein aktuelles begleitet mich seit gut zwei Jahren, auch in Neuseeland war es dabei — erwarte ich Haltbarkeit und gutes und kariertes Papier, entsprechend bin ich begeistert von Brandbook. Hier kann sich der solvente Chef mehr oder weniger hochwertige, witzige oder kitchige, hohe oder breite, flippige oder seriöse Notizbücher „konfigurieren“, mit Logo und Werbebotschaften versehen und in einer Auflage von mindestens Hundert drucken lassen. Einen solchen Weihnachtsgruss würde ich gerne verschicken, vielleicht mit einer kleinen Blog-Anleitung auf den vier bis sechzehn optionalen „Werbeseiten“. ;-)

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Die Technik, der iPod Touch und ich

27.10.08

Ich muss zum Seelenberater. Wie sonst soll diese Ambivalenz zur Technik heilen? Das ist doch nicht normal! Da ist Begeisterung, mit der ich Umstehende in den Bann ziehe. Da ist ein Heidenspaß an coole technische Finessen, der geteilt werden will. Dann plötzlich schwöre ich Geräten ab, singe Spottlieder auf die iDiotie, um dann doch wieder dem Reiz des Neuen zu verfallen. Tausend Vorteilsargumente tauchen plötzlich aus dem Nichts auf, bedrängen die weise Vernunft und bezirpsen das bedröppelte Gewissen. Bis mich die Gier nach Touch und Glanz, Hitech und Featureritis gnadenlos zuschlagen läßt; trotz Aussenstände. Ist das eine Zivilisationskrankheit oder bin ich nur leicht verführbar? Oder ist es das schlichte Erwachen, wenn der Schein des Schönen der schnöden Realität weicht, gepaart mit der Erkenntnis, dass keine Technik der Welt mich zum besseren Menschen macht?

Was auch immer! Ich verkaufe meinen iPod Touch. Ja, genau, das glänzende Ding mit dem billigen Beiwerk und dem überteuerten Zubehör. Das Ding mit Spiegel auf der Rückseite, der bereits beim Reinschauen zerkratzt. Hat natürlich auch ganz viele Gigabytes, 32 genau. Dachte, ich könnte damit meine DJ-Sammlung sichern. Von wegen sichern! Ohne Spiegelung aller Songs auf einem Rechner mit iTunes ist diese Sicherung keinen Byte wert. Wo kämen wir hin, wenn Besitzer gekaufter Musik sich eine echte Privatkopie auf dem iPod machen könnten. Die halbgaren Firmware-Upgrades und die Hintertürchen tragen auch nicht zur Vertrauensförderung bei. Kurz und gut: Will jemand das Teil kaufen? Natürlich — natürlich, wenn schon, denn schon — mit satt Zubehör.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   4 Kommentare    

Mausrakete mit Schwungrad

27.10.08

Mäuse sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Selbst Markengerät gibt schneller den Geist auf, als der Preis das vermuten läßt. Also auf zu neuem Mausglück. Und via Zufall entdeckte ich die unbeholfen und nach einer Form suchende Logitech V550 Nano. Das ist keine Rakete mit Nanoantrieb, sondern eine funkige Maus mit pfiffigem Scrollrad. Das dreht sich nicht nur lautlos, sondern wie ein Schwungrad, und nimmt dem täglich hart scrollenden Bildschirmarbeiter jede Menge Fingerarbeit ab. Lange Seiten werden mit einem Schwung durchscrollt. Auch kann der Schwung mit einem Stop auf das Rad jederzeit unterbrochen werden. Das nenne ich ergonomischen Fortschritt gegen sich krumm scrollende Zeigefinger. Zudem ist das Teil trotz der Kabellosigkeit für Gestalter gut geeignet, die pixelgenau Elemente schieben dürfen. ;) Die Tasten arbeiten leise und der Druckpunkt scheint mir gerade richtig, nicht zu labrig, nicht zu schwer. Lediglich Menschen mit Pranken werden nicht glücklich werden, denn die Maus ist eigentlich ein Mäuschen. Dafür dürfen sich Notebookfreunde, die ständig mit ihrem Arbeitsgerät durch die Gegend hetzen, über eine „Clip-and-Go Halterung“ freuen. Steckt die V550 in dieser Halterung, wird sie stromsparend abgeschaltet. Bleibt zuletzt die Frage, wie lange die Mausrakete hält. Die Zeit wirds zeigen.

Autor: Ralph Segert   Tags:   4 Kommentare    

IT der Zeit voraus: Newton MessagePad

16.03.08

Apple Newton MessagePad Der iPod Touch war nicht der erste Versuch Apples, einen Touchscreen-Computer für die Hosentasche zu etablieren. 1993 versuchte sich die Firma mit dem Newton MessagePad (allerdings nur für sehr große Hosentaschen geeignet ;-). In einem alten ct-Artikel von 2003 namens Apples Newton: Der Schwerkraft getrotzt, doch der Zeit voraus schreibt Detlef Borchers nicht nur über eine „sehr loyale Fan-Gemeinde“, die den Newton immer noch verehre, er berichtet auch über die Gründe des Scheiterns. Zudem:

„Als der Newton vor 10 Jahren debütierte, kündigte Apple in Boston gleich das nächste Produkt mit der neuen Technik an. WALT, das Wizzy Active Lifestyle Telephone, sollte eine Kreuzung aus Newton und Handy werden. Die Verträge mit regionalen Telefongesellschaften wie BellSouth wurden noch am selben Tag unterzeichnet. Doch in der kurzen Lebensspanne der MessagePads kam WALT nicht mehr zur Welt. Auf der CeBIT 1997 zeigte Siemens schließlich, wie ein Telefonssystem rund um den Newton ausehen kann, doch ging auch dieses Smartphone nicht in Serie.“

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,      


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