Ratatatam

05.11.08

Wer hatte das einmal treffend formuliert? Dass schlechter Text der Ausdruck „schlampigen Denkens“ sei. Ich dachte, ich hätte das begriffen. Doch je mehr ich darüber nachdenke und je aufmerksamer ich sie lese, umso schlampiger finde ich die Texte, die sich um meine Selbstdarstellung drehen. Die drehen sich nicht nur darum, die winden sich auch. Bin ich anfangs noch überzeugt, dass das Wortgerüst gezielt Interessenten ansprechen könnte, sehe ich mich nach einigen Wochen zweifelnd vor den Worten sitzen, um mich zu fragen, aus welcher Quelle der Inspiration ich noch vor der Arbeit gesoffen habe. Vielleicht ist deshalb die Weisheit mit jenen Teufeln im Bunde, die keine vielen Worte machen, sondern einfach nur ein paar Reizwörter draufschlagen, die alles und nichts sagen? Der Rest macht Kumpel Glück und Mutter Beziehung?

   

4 Kommentare

  • 1 — Geschrieben von Denis am 5. November 2008 um 08:12:

    Moin Ralph,
    jetzt wird es hier aber ganz schön tiefsinnig.
    Wenn ich mit kniffligen Texten nicht mehr weiter weiß,
    schreibe ich möglichst in der „einfachsten Sprache“,
    damit es jeder versteht, vor allem ich selber. ;-)

  • 2 — Geschrieben von Rainer am 5. November 2008 um 13:58:

    Meine Erfahrung: Kunden suchen Antworten. Und selten sind gute Antworten in Sätzen mit 10 Kommata verborgen :-)
    Bring es auf den Punkt und dann streiche die Hälfte der Wörter!

  • 3 — Geschrieben von Ralphs am 5. November 2008 um 23:15:

    Ich hatte leider keine Zeit, mich kürzer zu fassen, so umschrieb, glaube ich, André Bazin einmal die Schwierigkeit eines einfachen, prägnanten Schreibens. Das erfordert irre viel Zeit, aber man sieht es dem fertigen Text nicht an. Das ist so ähnlich wie mit der Gestaltung, Layout, Icondesign, es schwebt dahin, keiner hat auch nur eine leiseste Ahnung von der Anstrengung, die man sich abgerungen hat. Aber es wird derjenige kein Ende finden, der nicht weiss, worauf er hinaus will. Wahrscheinlich ist das mein Dilemma zur Zeit mit den eigenen Werbetexten. Da hilft es auch nicht, die Hälfte der Wörter einfach zu streichen. ;)

  • 4 — Geschrieben von Rainer am 7. November 2008 um 11:16:

    Ein wahres Wort. Meist ist es nicht weniger schwer das eigene Ziel zu kennen als es zu formulieren …

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