Ratatatam

15.11.08

Zum Eigentor des Lutz Heilmann rattern die Trackbacks auf Golem nur so ein. Ein empörter Text jagt den anderen. Hier und dort wird Die Linke über einen Kamm geschert. Gelegenheit, sein Mütchen zu kühlen. Selbst ein kluger Blogger wie Thomas Knüwer vom Handelsblatt-Blog Indiskretion Ehrensache leitet seinen Text mit Worten ein, die niedere politische Instinkte bedienen: „Lutz Heilmann demonstriert, was die Linke von Demokratie hält: nichts“.

Mark Seibert, Mitglied des Bundesausschusses der bösen roten Partei, hätte Knüwer ausnehmen müssen, denn der titelt in seinem Blog zwar übertrieben Wie peinlich: Lutz Heilmann (MdB) im Kreuzzug gegen Wikipedia, schämt sich aber für seinen Parteigenossen und läßt deutliche Worte folgen: „Das alles ist sehr ärgerlich. Einzelne Politiker meiner Partei lassen offenbar jede Fähigkeit und jeden Willen zu einer demokratischen Auseinandersetzung mit Kritik, mit Vorwürfen oder mit gegenläufigen Positionen vermuten.“ Geht doch.

Ansonsten möchte ich gar nicht weiter lesen, was sich dumpf auf den Fall zusammengereimt wird. Einfach bei Wikio nach Lutz Heilmann suchen und die Überschriften und Kommentare Bände sprechen lassen. Kalter Krieg in dumpfen Hirnen. Dagegen eine Leseempfehlung: Der peinliche Fall des Lutz Heilmann.

Update: Eine weitere Leseempfehlung aus dem PR-Kloster: Burks, Basic, Heilmann – die deutsche Blogosphäre diskutiert über Politik. Desweiteren ein Nachtrag aus der tagesschau: Politiker will nicht mehr auf Wikipedia-Sperrung bestehen.

   

5 Kommentare

  • 1 — Geschrieben von Denis am 16. November 2008 um 08:04:

    Der „Vorfall“ kam gerade auch im Radio (SWR) in den 08:00 Uhr Nachrichten. Wie heißt es: „Es gibt keine schlechte Werbung.“ Na ja ich weis nicht so recht…?!

  • 2 — Geschrieben von Ralphs am 16. November 2008 um 15:33:

    Mal abgesehen davon, dass so eine mediale Treibjagd gewiss nicht das Selbstbewusstsein stärkt, ich glaube nicht, dass diese negative Aufmerksamkeit irgendeinen positiven Effekt haben wird. Das war die schlechste Werbung, die man als Politiker und Partei überhaupt haben kann.

    Aber auch für die „Diskussionskultur“ ist das keine gute Werbung. Wieviel Dummheit, Gehässigkeit und Hexenverfolgungsmentalität da in zahlreichen Kommentaren durchscheint. Da müssen Einige geradezu zerfressen sein von Unzufriedenheit. Mir wird ganz anders.

    Was denken die, die hier mitlesen? Scheiss egal? Kein Interesse? Was solls? Andere Sorgen? ;)

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