Ratatatam

20.07.08

Als leidenschaftlicher Bewunderer der Nouvelle Vague, als Freund des Autorenfilms und Sammler von Filmen, die dem großen Thema Leben auf der Spur sind, freue ich mich auf die Nacht vom Montag auf den Dienstag. Denn der HR sendet um 00:15 Uhr Elf Uhr Nachts (Pierrot le fou, F./I. 1965) von Jean-Luc Godard. Auf der Suche nach weiteren Informationen über Pierrot le fou, habe ich die Website Mitternachtskino des Regisseurs Björn Last entdeckt. Dort werden zahlreiche internationale Filme vorgestellt, die man nur selten im Fernsehen sieht. Der Filmkenner Björn Last geht es dabei nicht zu sehr um Interpretationen als vielmehr darum, „umfassend zu informieren, den Film qualitativ zu bewerten – ihn vorzustellen. Für jene Filmbegeisterten, die jenseits von normalen Geschichten, gängigen Formen und konventionellen Techniken schauen wollen – für jene Menschen, die völlig (unabhängig vom Alter des Films) neue und andersartige Filme entdecken wollen.“

Das liest sich sehr gut und erinnert mich an meine Idee, die Filme meines Lebens ausführlich vorzustellen, ähnlich wie ich es hier einmal mit Rivettes Die Nonne getan habe. Das Projekt ist langfristig gedacht. Zur Zeit lese ich alles, was ich über und von François Truffaut bekommen kann. Angetan haben es mir auch einige Meisterwerke von Claude Chabrol, Jean-Pierre Melville, Claude Sautet und vor allem Louis Malle, dessen Filme Das Irrlicht (Le Feu Follet, F./I. 1963) und Zazie (Zazie dans le metro, F. 1960) mich nicht mehr loslassen.

Was sind das für geniale Filme und wieviele gibt es noch zu entdecken! Wenn ich die vergleiche mit dem Tatort Schicht im Schacht, den ich mir heute wegen der Ruhrpottkulisse und einer schlechten taz-Besprechung angesehen habe (auf Tatort-Filme, die jünger als 20 Jahre sind, verzichte ich eh immer freiwillig). Eine Zumutung, nicht nur wegen eines Schimanskis, der beim Reden mit Essen spuckt. Dreht man sowas, wenn man keine Phantasie hat oder verachtet man einfach das Publikum? Eine an den Haaren herbeigezogene Story, selbst die Kulisse wirkte bei soviel stümperhafter Dramatik ohne Glaubwürdigkeit. Film und Fernsehen auf den Hund gekommen.

   

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