Ratatatam

24.12.08

Die Dinge des Lebens von Claude Sautet aus dem Jahre 1970 gesehen. Nebenbei fiel mir das Unvirtuelle der Alltagstechnik auf, ohne Glücksversprechen auf Zweck und Nutzen reduziert, nicht immer und überall die Sinne einnehmend und beschäftigend. Technik nahm uns nicht das Leben ab, der Alltag machte mehr Mühe und gab uns die Zeit dafür. Zeit für Erfahrung. Alles auf Knopfdruck gab es nicht. Technik war schwerer, größer, beständiger, realer, langsamer, nicht immer und überall und in so rasanten Verfallszeiten verfügbar, nicht erschwinglich oft. Niemand hatte auch nur eine Ahnung davon, wie umfassend sich eine Gesellschaft beliebigen Produkten und technisch geprägten Massenartikulationen hingeben würde, um sich über das Wegwerfen und Neukaufen zu definieren. Nein, kein Kulturpessimismus. Vielleicht Abneigung gegen eine Mentalität der mühelosen Verschwendung, vielleicht – Pause jetzt!

   

2 Kommentare

  • 1 — Geschrieben von Aquii am 25. Dezember 2008 um 18:48:

    Wenn ich noch so an die erste Erungenschaft des grossen (66er) Farbferhnsehen denke, der einmal im Jahr den Geist aufgab und die Monteuere noch ins Haus kamen, dabei immer zu Zweit waren, damit das ding bewegt werden konnte….

  • 2 — Geschrieben von dani am 27. Dezember 2008 um 16:40:

    Könnte man doch noch einmal dorthin zurückkehren und viel besser und einfacher zu sich selbst finden, als das heutzutage möglich ist….

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