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Beiträge zum Thema Sprache

Die Siedlung oder der Rest vom Leben

04.01.14

Ich habe eine Erzählung von mir wiederentdeckt. Sie spielt in meiner Jugend in den 70er Jahren in Bochum und beschreibt das Leben in einer verrufenen Siedlung.

Die Junggesellen

Typisch für die Siedlung an der Herzogstraße in Bochum – die von den Anderen Sonnenburg und Asozialenasyl genannt wurde – waren „die Junggesellen“, die auf dem Foto eine Kiste ihres Grundnahrungsmittels zu ihren Kollegen trugen.

Ein alter Bochumer würde wohl erkennen, was für eine Biermarke sie gemeinsam „beschlagnahmt“ hatten. Das war ein Gebräu namens „Fiege Export“, das wohl alle vorlauten Jungs in der Siedlung irgendwann einmal hastig und heimlich durch ihre Kehlen rinnen liessen.

So ein vorlauter Junge war mein Bruder, halt wie die meisten in der Siedlung. Auf dem Bild nutzte er die Gelegenheit, um sich mit seiner giftgrünen Jacke vorzudrängeln, denn ein Fotoapparat in der Nähe war etwas besonderes; und für einen guten Platz im Bild, lohnte es sich zu kämpfen. Die beiden Junggesellen blieben ruhig, wie fast immer. Überhaupt war die Männer-WG in der Siedlung ein stoischer Haufen zwischen großen, verarmten Familien, nicht anders hätten sie auch die Respektlosigkeiten der Rumtreiber-Banden aushalten können, die täglich ihre frechen Schnauzen zum Besten gaben und sich manchen mehr oder weniger gemeinen Streich ausdachten.

Zweikampf auf dem Bolzplatz

Rumtreiber-Banden bildeten sich notwendigerweise, denn wir waren immer draußen. In der Wohnung war es zu eng und wenn alle da waren, war in der Küche oder im Kinderzimmer die Hölle los. Meistens suchten wir freiwillig das Weite. Mit dem Klapprad nach Holland, das war kein Problem, spontan versteht sich. Es gab Tage, da liefen wir unsere 30 Kilometer durch Bochum, um Verwandte am anderen Ende der Stadt zu besuchen, stellten im Dauerlauf Rekorde in Klingelmännchen auf und spielten Abends noch 2 Stunden Fußball auf einem Bolzplatz. Diesen verließen wir nicht selten mit aufgerissenen Knien und Ellbogen. Denn manche gemeinen Hunde stellten Dir im vollen Lauf ein Bein und dann hörte man Dich hart rutschen, danach dann hassen und manchmal auch weinen.

Die Siedlung war ein Kosmos für sich. Als „städtische Wohnunterkunft“ bot sie Ausgegrenzten und kinderreichen Familien eine preisgünstige Wohnung ohne Mietvertrag und somit auch ohne Rechte. Der Verwalter durfte jederzeit die Wohnungen betreten, was er aber zu vermeiden wusste. Besuch war nur bis 22 Uhr erlaubt, was niemand wirklich kontrollierte. Auch Telefonanschlüsse waren lange Zeit nicht vorgesehen, entsprechend nicht erlaubt.

Eine Bande

Die Stadt Bochum machte Sozialpolitik mit einem Drei-Stufen-System. Stufe 3 war die letzte Stufe. Darin verlegte die Stadt die „Problemfälle“, die dort in Zwei-Zimmer-Wohnungen hausten und zwei- oder dreimal in der Woche für 50 Pfenning in den gemeinsamen Duschraum durften – auch „Gaskammer“ genannt. Manchmal gab es auch regelrechte Strafverlegungen in diese letzte aller Siedlungen namens Zillertal. Sie war besonders verrufen und bochumweit bekannt. Von hier aus gingen sozusagen alle Verbrechen der Welt aus und selbst die Bewohner der zweiten Stufe fühlten sich als etwas besseres. Nein, sie seien sicher keine Unschuldsengel aber auch kein Pack wie dieses.

In der Stufe 2 wohnten wir, in der Siedlung Herzogstraße. Auch der sah man von weitem das kleine Ghetto an. Vier rote Backsteinblöcke reihten sich hintereinander, abgegrenzt durch den Bolzplatz, eine Steinfabrik, den Zaun eines Bauern und eine Strasse mit großen Feldern daneben, die zu Kleingärten führten, die im Sommer Opfer von Plünderungszügen wurden.

Treppenaufgang

Es gab Aufgänge zu 3 Etagen, die aus langen Gängen bestanden und Zugang zu den grauen Eisentüren boten. Aber immerhin hatten wir die Dusche in der Wohnung und dazu drei statt zwei Zimmer, so dass wir es mit sieben Personen auf 54 Quadratmetern vergleichsweise gut hatten.

Auch wohnten wir im zweiten „Bau“, so wurden die Blocks immer genannt (wie die Sprache sich eben den Gegebenheiten anpasst). Dieser Block war etwas besonderes, denn dort wohnte der Verwalter, der manchmal mehr soff als die Junggesellen und sich ansonsten nur in wirklich harten Fällen zum Einschreiten genötigt sah. Sein Sohn war mein bester Freund und wir teilten später die Mofaleidenschaft, verliebten uns zugleich in dasselbe Mädchen und lernten zur gleichen Zeit „Strippenzieher“.

Vogelpause auf dem Balkon

Der vierte Bau war gegenüber dem zweiten Bau völlig verrufen in der Siedlung. Dort wohnten die „Zigeuner“ und von dort kamen auch immer die Läuse her. Das behauptete nicht nur meine Mutter, wenn sie uns schimpfend die kleinen Viecher auskämmte. Im vierten Bau war auch am häufigsten die Polizei, denn dort wohnten ja nur Verbrecher. Und tätsächlich endete manche Verfolgungsjagd der Polizei am letzten Bau und öfter hörte man dort das Schreien oder Weinen von Frauen, die geschlagen wurden. Aber wenn ich mich recht erinnere, wurden in jedem Bau Frauen geschlagen. Die rächten sich manchmal mit geheimen und ausdauernden Hetzereien, die hier und dort mit nächtlichen Eierwürfen gegen Fenster oder in Familienschlägereien endeten.

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Die Stufe 1 der Bochumer Sozialpolitik habe ich nie richtig kennengelernt. Ich weiss nur, dass es dort eher einen Telefonanschluss gab und dass die Häuser dort fast normal aussahen. Trotzdem meinte der Rest des Stadtteils Langendreer, dass dort die Asozialen, Kriminellen und Säufer wohnen würden. Und wir hatten sogar noch Junggesellen dabei, die sich in ihrer WG den Rest vom Leben gaben.

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,      

Guter Irre und schlechter Normale

24.09.09

Manfred Lütz macht in dem FR Interview „Gegen die Tyrannei der Normalität“ Stimmung für sein neues Buch „Irre! Wir behandeln die Falschen. Das Problem sind die Normalen“. Die Wortwahl erinnert mich an populistische Techniken der Meinungsmache, vornehmlich durch Übertreibung und Beschwörung von Dichotomien.

„Verrückte halten sich nicht an die Regeln. Ich meine: Das hält die humane Temperatur in unserer Gesellschaft über dem Gefrierpunkt. Auf die Idee zu dem Buch bin ich ja gekommen, weil ich Tag für Tag mit rührenden Dementen, hinreißenden Manikern, liebenswerten Schizophrenen zu tun habe und abends in der Tagesschau aggressive Kriegstreiber, aalglatte Egomanen und hemmungslose Wirtschaftskriminelle präsentiert bekomme.“

In dem Werbevideo des Buchs auf Youtube werden dann die armen Normalen erst richtig weich gekocht, unterstützt durch peinliche Hintergrundmusik, die höchstens weltfremden Esoterikern Lust auf das Buch macht. Aber vielleicht ist nicht alles falsch, was Herr Lütz da sagt. Vielleicht ist das Buch besser als die Werbung dafür. Vielleicht lese ich es, wenn ich das Video wieder vergessen habe. ;-)

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   1 Kommentar    

Annäherung an ExpressionEngine

24.03.09

Es kann sein, dass ich die nächste Zeit abtauchen werde und es in meinen Blogs noch ruhiger wird (oder das Gegenteil, was grad dann vorkommt, wenn Arbeit ansteht ;-). Nicht deshalb, weil bei uns die Webdesignschmiede (im Gegensatz zum Icondesignlabor ;-) brummen würde, sondern weil intensive autodidaktische Weiterbildung angesagt ist. So hat mich dankenswerterweise Carola Heine mit begeisternden Argumenten dazu motiviert, mich einmal ExpressionEngine zuzuwenden. Und da ich eine gute Nase für geniale Software habe, bekam ich nach einer Testinstallation der Core-Version ziemlich fix eine Ahnung vom Potential dieses Blog- und Content Mangament Systems mit einer bisher ungeahnten Modulflexibilität. Jetzt gibt es viel zu lernen und auszuprobieren. Natürlich geht es dabei in erster Linie nicht darum, meinen viel zu ausgeprägten privaten Spieltrieb im Web auszuleben, sondern um Kundenansprüche differenziert bedienen zu können.

Ich werde beizeiten über meine Lernfortschritte berichten, damit potentielle Interessenten partizipieren können. Im deutschsprachigen Web gibt es erstaunlich wenig Tutorials über ExpressionEngine zu finden, liegt vielleicht auch an der ausgeprägten Saugermentalität hierzulande, die Lizenzgebühren meidet, wie der Teufel das Weihwasser. Uns schrecken die Preise aber nicht, zumal sie moderat sind und sie zudem zu einem schnellen und persönlichen Support berechtigen sollen. Wir werden sehen. Noch scheint mir der Berg sehr hoch, aber oftmals war ich schneller oben, als ich dachte. Entscheidend ist, die hellen Momente der Motviertheit ohne Umschweife zu nutzen. ;-)

Erste Links für Einsteiger in meinem neu angelegten EE-Ordner. Wer weitere kennt, der behalte sie unbedingt für sich. ;)

Edit: Da sich ExpressionEngine hervorragend für die Pflege mehrere Webprojekte pro Installation zu eignen scheint, steht zudem die Überlegung an, damit meine Anleitungen Mit Firefox per Du und Mit Weblogs per Du zu pflegen, um einmal zwei Beispiele zu nennen. ;-)

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   3 Kommentare    

Wir leben

06.12.08

Als leise Easy Living von Bryan Ferry anklang, kam mir der Gedanke, dass die Welt zwar krank sein mag und dass es so unendlich viel gibt, was unsere Herzen kränkt; aber wir leben! Früher als Kind staunte ich und fragte, warum kann ich mich bewegen? warum kann der Arm sich heben? warum geht der Mensch, wie macht der das –? Später kam hinzu, dass er denken kann, dass er im Glück gar was bewegen kann. Was nützt das Selbstmitleid, wenn man sichs leisten kann? Wir leben, was soll mehr noch zählen?

Autor: Ralph Segert   Tags:      

Urlaub mit Daddy

06.12.08

Schlaflos mit dem Blogger-Buch werde ich nicht sein und auch das dort beworbene Gewinnspiel wird meine oft abenteuerlichen Schlafnächte nicht stören. Aber die Idee, einen gesprochenen Satz aus einem Lieblingsbuch einzusenden, fand ich recht komod. So habe ich gesprochen einen Satz aus dem Liebesroman Schloß Gripsholm, der uns in diesem sumpfnassen Herbst in vergessene Urlaubserlebnisse rollt. Dem sprachgenialen und tragischen Herrn Tucholsky sei das gedankt.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Gefiels? Darfs mehr davon sein? Oder einfach in Zukunft die Vorleseschnauze halten? – Edit: Auf Wunsch auch im Format urlaub.ogg.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   7 Kommentare    

Das Blogger-Buch und Der erfolgreiche Webdesigner

05.12.08

Dennis Horn und Daniel Fiene, die Autoren von Das Podcast-Buch, haben nun Das Blogger-Buch geschrieben. Ich vermute, dass die beiden das gut gemacht haben für alle, die einen Einstieg suchen. Die Website zum Buch vermittelt eben diesen Eindruck. Vielversprechend erscheint auch das Buch Der erfolgreiche Webdesigner von Nils Pooker, welches Perun (der oberste Gott der slawischen Mythologie ist nicht gemeint ;) uns aus guten Gründen empfiehlt. Die Idee, den Beruf des Webdesigners aus der Perspektive eines Freiberuflers zu beschreiben, steht mir nahe, hatte ich die bereits vor einigen Jahren im Kopf, um dann keine Lust zu haben, für en Appel und en Ei ein Buch zu schreiben. Denn es is immer viel Arbeit dabei, ich erlebte das Ende 97 am eigenen Leib, als das Online ABC mit Hilfe eines geduldigen Lektors endlich in den Druck gehen konnte. Ich tendiere eh eher zur Prosa, das steht schon mal fest. Immerhin. °L°

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   1 Kommentar    

Laufen im Schnee: Spritzplatschnass

24.11.08

Spätestens seit Murakamis Buch Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede weiss ich jede billige Ausrede meines Körpers und seines Freundes (das ist der innere feige Faulsack) mit aller Härte zu kontern. Schließlich geht es um die Verhinderung des gemeinen biertrainierten Schmerbauchs. Den Plauzen-Paul und Wampen-Olli hebe ich mir für die Pflegestufe 3 auf. Denn die Wampe im Alter habe ich geerbt. Tue ich nichts, kommt sie und das sieht einfach Scheisse aus. Also ging ich heute Laufen. Über weisse Landschaften wirst du schweben, dachte ich. Von wegen schweben! Schwimmen vielleicht. Im Ruhrgebiet fällt Schnee nur, um gleich zu Matschbrei und weitläufigen Seen zu werden. Nicht nur auf der Straße, auch im Vorstadtwald, im Stadtpark, in Grünzonen jeder Art. Wer erst vor 20 Jahren geboren und niemals den Pott verlassen, wird nichts anderes kennen. Schnee ist hier Matsche, der fällt bereits als Matsche. Und was für eine Matsche! Den ersten Kilometer lief ich, als wollte ich Clusterbomben von Rheinmetall ausweichen. Die wenigen Spaziergänger, die ich traf, verdrückten sich spritzgeschützt in gestrüppgesäumte Seitengassen und schauten mich an, als käme ich von den Polkappen. Und wie die Matsche spritzte! Selbst die Meise im Dickicht duckte sich und zeterte, Scheiß Wetter oder so. Derweil übersah ich vor lauter Fluchen das heimelige Weiss der Bäume. Besonders gemein waren diese mit einer verlockenden hauchzartdünnen Eisschicht getarnten metertiefen Pfützen, in die ich mit Vorliebe hineinsprang, bis mir das kalte Wasser an den Füssen einfach scheissegal war. Echt! Waren ja nur noch 7 Kilometerkes. Also tröstete ich mich mit der Erfahrung des Strandgängers bei Ebbe zu kalter Jahreszeit und den Sprüngen über Flüsse im Sand, die oft mindestens mit nem nasskalten Fuss endeten. Wobei der Fuss aber trotzig mit Erwärmung konterte. Füsse sind das! Füsse müssen was besonders sein. Und so war es auch heute beim Hüpfen, Springen und Matschen. Bin einfach halbfröhlich ohne Lauern auf die nächste Untiefe weitergelaufen, habe einfach den feigen Faulsack ignoriert und bin nicht zurück ins warme Heim, nein! Spritz, Platsch, Nass, echt gezz, scheissegal. Schau nur an die weisse Pracht der Bäume — und die Luft! Obwohl. Unweit tobten bereits die Vorboten des feinstaubigen Ich-hetz-nach-Hause-Verkehrs. Aber auch das tangierte mich nicht. So lief ich auf Wasser jeder Art locker meine Runde und wünsche mir für Morgen endlich Schnee, der endlich hält, was er verspricht. Wehe, wenn nicht, doo!

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   1 Kommentar    

Leuchtturm der digitalen Zukunft

21.11.08

Markus Beckedahl, „Leuchtturm“ der eDemokratie, wie er sich andeutet, ist beleidigt. Hat ihn doch Frau Merkel nicht zum dritten IT-Gipfel eingeladen. Der Gipfel! Aus Rache klagt er in der taz über die Angst vor dem User, die erklärt, warum der Gipfel eine geschlossene Gesellschaft bleibt. Selbst der Chaos Computer Club mußte draußen bleiben. Der Gipfel!

Zudem sei die Bundesregierung nur am Vorteil der IT-Industrie interessiert und verliere sich in Angst vor „Jugendlichen, die neugierig im Netz unterwegs sind“. Aber auch vor „Terroristen und Pädophilen“ zittere das Establishment und natürlich vor den „neuen Unterhaltungsformen, die als ‚Killerspiele‘ diskreditiert werden“. Soweit können wir folgen, während wir staunen darüber, dass auch „ganz generell vor dem Neuen, dem Unbekannten, dem Netz“ das große Zittern herrsche. Das hört sich gruselig an, das ist gruselig und so wird es wahrscheinlich, dass Frau Merkel sich ins Kostüm macht.

Nebenbei: Das ist doch pure Demagogie, Frau Merkel zu unterstellen, sie bevorteile mit ihrer Politik die Industrie. Der Gipfel!

Der Skandal der Angst der Politiker vor dem Netz im Allgemeinen und dem User im Besonderen wird noch viel deutlicher, wenn wir lesen: „Dabei integrieren heute immer mehr Menschen das Internet in ihr Leben.“ — Vielleicht meinte er auch, sie integrierten das Leben in das Web 2.0? Wir wissen es nicht. Aber auf den Punkt schlussfolgert Beckedahl daraus den nächsten Skandal der Republik: Dass es immer noch kein flächengedecktes DSL gibt und dass das in der „heutigen Zeit“ bedeute, „von gesellschaftlicher Teilhabe, von Bildungs- und Informationsmöglichkeiten ausgeschlossen zu sein“.

Er meint nicht die durch Hartz IV und durch ein ungerechtes Bildungswesen ausgegrenzten und benachteiligten Menschen, auch nicht die verarmten Alten und die alleingelassenen Frauen mit Kindern, auch nicht die flächendeckend verachteten Menschen mit anderer Staatsangehörigkeit. Er meint nur DSL.

Wir verstehen, Herr Beckedahl ist enttäuscht von seinen Politikern, zu denen er gerne hin will. Wer nichts weniger will, als eine „mobile und inklusive Internetgesellschaft“, mit WLAN-Netzen für alle, die dann aus der Luft „einen Innovationsschub bewirken“ würden, der kann nicht anders, als klagen über soviel Ungerechtigkeit. Und statt dem Internetparadies für alle gibt es die blöde Vorratsdatenspeicherung, gibt es wachsende „Angst vor einem ‚Big Brother‘-Staat“, gibt es einen Datenschutzskandal nach dem anderen. Die „Bürger“ zittern und so appelliert der Weise an seine Herrscher:

„Ein nationaler IT-Gipfel muss sich damit befassen, wie eine freie und offene Informationsgesellschaft aussehen soll. Wenn er das nicht tut, geht er an den gesellschaftlichen Realitäten vorbei.“

Hier könnte es spannend werden. Gesellschaftliche Realitäten! Welche? Wie viele? — Keine Antworten, weiter mit appellativer Rundumschlagtechnik: Mehr „Open Source“ und endlich die vom Staat „praktizierte Informationsfreiheit“ […] „etwa durch die Veröffentlichung von Regierungsdokumenten und -daten im Netz und Partizipationsmöglichkeiten auf allen Ebenen“.

Das hört sich schlüssig und großartig an. Auf allen Ebenen! Leider ist es ein Gesetz, dass das niemals wahr werden kann. Es gehört zur mentalen Realität, dass die parteiübergreifenden Eliten weder heute noch jemals ein Interesse daran haben werden, auf Kosten ihrer Vorteile und Interessen egalitäre Tatsachen zu schaffen. So blöd ist Frau Merkel nicht.

Aber das weiss Beckedahl nicht. Das passt auch nicht in seinen Netzpopulismus, der keinem weh tut und die Gesellschaft retten will. Für ihn zählt, folgt der Sandale und macht einen „nationalen Internet-Gipfel, der mit allen beteiligten Bürgern die Herausforderungen der digitalen Zukunft angeht“. Nicht weniger als alle „beteiligten Bürger“, das muss hier noch einmal betont werden. Und alle diese Bürger müssen sich dann fragen, wie die „digitale Zukunft menschenwürdig und gerecht gestaltet und nachhaltig entwickelt werden kann“.

Das muss im Chaos enden. Nachhaltig.

Ich wiederhole: Digital und Zukunft, menschenwürdig und gerecht, gestaltet, nachhaltig und entwickelt. Da fehlt nichts, perfekt, atemberaubend nichtssagend. Hätte Angie und ihre geschlossene Gesellschaft nicht besser formulieren können.

Da der Menschenfreund nur ein halber ist, wenn er nicht im gleichen Atemzug „Strukturen und Prozesse“ fordert, „die einer Informationsgesellschaft entsprechen und würdig sind“, wird das ganze Programm pseudoegalitärer Quacksalberei aufgefahren, die dem Leuchttum der digitalen Zukunft eine würdige Hilfe zum Gipfel sein wird.

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   4 Kommentare    

Teures Wissen, aber ich brauche das Papier

18.11.08

Freunde meiner Weblogs werden festgestellt haben, dass ich öfter Artikel der taz vorstelle. Keineswegs heißt das, dass ich fixiert bin auf diese Tageszeitung. Gerne würde ich auch Artikel aus der Frankfurter Rundschau und der Süddeutschen Zeitung besprechen, aber Jahresabos von überregionalen Tageszeitungen sind nicht grad billig und bisher habe ich noch Niemanden gefunden, der mir ein Abo sponsert. *hüstel*

Wie teuer Bildung und Information sind, zeigt sich am Gesamtpreis der Vollabos. Die taz will für den Standardpreis 390 Euro im Jahr haben. Der ermässigte Strandpreis für all die saturierten linken Geizhälse beträgt nur 276 Euro im Jahr. Die Frankfurter Rundschau mag es krumm und verlangt 383,40 Euro. Die Süddeutsche dagegen baut auf den Bayernbonus und kostet 460,80 Euro. So kommen wir zum Höchstpreis von 1234,20 Euro im Jahr. Das ist fast ein Drittel von dem, was einem Bezieher von Hartz IV im Jahr zum Leben zusteht.

Dann und wann bestelle ich Miniabos dieser Tageszeitungen. Empfehlenswert zum Beispiel das Angebot der FR: Drei Monate lesen, zwei Monate zahlen und zudem noch ein Werbegeschenk erwarten, der Überfluss und China machen es möglich. Die Süddeutsche hatte ich einmal zum weihnachtlichen Vorzugspreis drei Monate meiner Liebsten vermittelt. Die taz haben wir nun fast ein Jahr zum halben Preis des günstigen Jahresabos bezogen. Es lohnt sich, auf Aktionen zu achten.

Warum aber Abo, viele Artikel gibt es doch online? Diese Frage hörte ich grad in manchen Köpfen drängeln. Richtig, aber ich lese sie nicht aufmerksam, ich bin zu sehr der flirrende Scannertyp am Rechner. Ich brauche das Papier. Das Knistern in den Händen, das Vorlesen im Bett beim Kaffee, die Ruhe auf der Couch. Papier ist geduldig und das überträgt sich auf das Lesen. Ich lese einfach konzentrierter, halte öfter inne und lasse den Gedanken Raum. Ich nehme Notizbuch und Stift zur Hand und notiere das Besondere der Artikel. Keiner wird bestreiten (wehe!), dass ich danach bessere Texte schreibe.

Lust hätte ich drauf: Täglich aus den drei besten überregionalen Tageszeitungen (oder was davon übrigbleibt ;) die interessantesten Artikel aus den Ressorts Wissen und Internet, Politik und Wirtschaft, Alltag und Kultur sprachlich geschliffen vorzustellen. Das wär doch was für den gebeutelten Horizont.

Autor: Ralph Segert   Tags: , , ,   2 Kommentare    

Der Gedanke

17.11.08

Woher kam der folgende Gedanke, als ich auf einem Foto einen Herrschergipfel mit in Reih und Glied stehenden Männern und einigen Frauen sah? Die stehen da, als ob sie noch die Windeln trügen. — Trügt hier der Gedanke? Wahrscheinlich. Ist er doch des Truges bester Freund. Was nun nicht klärt, woher der Gedanke kam. Ich denke, aus der Tiefe wohl kaum. Auf dem langem Weg nach oben, wäre ihm die Luft ausgegangen. Dachte ich das jetzt? Dann wars ein Gedanke. Großer Kopf, wo soll das noch enden?

Autor: Ralph Segert   Tags:   1 Kommentar    

Erstaunliche Fotos

13.11.08

Als Flickr anfing, populär zu werden, gab es dort bereits viele Fotos zu sehen, die einem die Socken auszogen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt bildete ich mir auf meine Fotografie nichts mehr ein. Sicher, meine Fotoreports in S/W sind recht nah an den Menschen und ich scheine ein Talent zu haben, sie ohne großes Federlesen natürlich und ungestellt fotografieren zu können. Das ist gute Alltagsfotografie, die im Zusammenhang mit einem Ereignis ihre Wirkung entfaltet, aber nicht diesen Hingucker-Effekt hat, den viele erstaunliche Fotos von Amateuren und Semiprofis haben. Beispielhaft sei die Flickr-Group Ants genannt, die Herr Glaser unter der langen Nacht der Ameisen verlinkt hat. Auch empfehle ich einen Klick zu einer Portfolio-Auswahl vom Kwerfeldein-Blogger, der aus 90 in Kommentaren vorgestellten Portfolios seine sieben Lieblinge herausgesucht hat. Hey, da sind echte Hingucker dabei, mehr wollte ich anfänglich gar nicht schreiben. ;)

Autor: Ralph Segert   Tags:   2 Kommentare    

Die Obrigkeit und der Datenschutz

10.11.08

Da staubt der Begriff, oder? „Gesellschaftliche Übereinkunft“, „Menschenwürdegarantie“, „Grundpfeiler der Demokratie“, „die Obrigkeit“, um wider die staatliche Fürsorge zu sein. Am Ende Kant, der ewige Rechthaber! Ich fange gleich an, „abzumoderieren“. — Via dem, der sich bei dem Thema das Soupen verkniff. Respekt. ;)

Autor: Ralph Segert   Tags: ,      

Ganz böses Web 2.0 und die Unwissenheit

07.11.08

Der „führende Internetkritiker“ Andrew Keen hat zum Rundumschlag gegen das Web 2.0 ausgeholt. Das „Mitmach-Internet“ bringe als Ergebnis „Massenverdummung und eine Kultur des digitalen Narzissmus, die die ‚traditionelle Meritokratie von bewährten Experten‘ ins Wanken brächten“. Da scheint einer echt Muffensausen zu haben. Aber schlägt er auch noch so wild um sich, so ganz daneben liegt er nicht. So zeigt sich für mich im gegenwärtigen Votinghype, dass zu oft die massenkompatiblen Themen oben stehen und wichtigere und komplexere Themen, Postings, Artikel, Ansichten untergehen. Meinungsbildung reduziert sich so auf Registrieren und Klicken. Hochgeputsche Sensationen und leicht konsumierbare Schlagzeilen werden so mit Bedeutung aufgeladen, die sie nicht haben. Ein Beispiel ist der Hitlervergleich: Sei er noch so dumm und noch so platt, er schafft es immer nach oben. Beispiel Apple: Egal, was die machen, jede Nichtigkeit ist eine Schlagzeile wert, die sofort in den Wichtigkeitshimmel hochgeklickt wird. Man kann darüber nachdenken, ohne die „Web-2.0-Revolution“ zu verteufeln (welche Revolution?). Ich glaube, dass der Untergang des Abendlandes, in der Art wie Keen argumentiert, längst mit dem Fernsehen hätte erledigt sein müssen. ;-)

Edit: Zitate aus Bloggerland:

„Doch der genaue Blick enttarnt den Kulturkritiker als einen nicht objektiven Lobbyisten etablierter Medienmonopolisten.“ — Berechtigte Kritik am Mitmach-Internet?

„Wie schon Marcel Reich-Ranicki erst kürzlich mit seiner Aktion zum Thema Qualität im Fernsehen nichts erreicht hat, wird auch das Geschrei von Andrew Keen bald vergessen sein.“ — Web 2.0: Wer hat’s erfunden? Der Teufel!

„Was schon Reich-Ranicki über das Fernsehen sagte, gilt auch für das Web 2.0: Das Web 2.0 macht die Schlauen schlauer und die Dummen dümmer.“ — Macht Web 2.0 dumm?

„Zur Zeit sind seine Attacken aufs Webzwonull besonders lustvoll, da es ein Buch zu promoten gibt (The Cult of the Amateur: How Today’s Internet Is Killing Our Culture).“ — Web 2.0-Feind Andrew Keen ist ein Dödel, schlimmer als Eva Herman

Autor: Ralph Segert   Tags:   2 Kommentare    

Cornelia Suhan

02.11.08

Ausschnitt aus einem Foto von Cornelia Suhan Heute stöberte ich in den Kommentaren von Dos Ron, der übrigens seit Jahren den häßlichen und schönen Seiten des Dortmunder Bauwesens und Lebens auf der Spur ist, die Stadt erscheint, so wie sie halt ist. Bei Dos Ron also entdeckte ich einen Link zur Fotografin Cornelia Suhan aus Dortmund. Sie macht nicht nur sehr intensive Reportagefotos und sozial engagierte Fotografie, sondern auch Architekturfotografie wie aus dem Bilderbuch. So ergibt sich ein schönes Spannungsverhältnis ihres Könnens. Zudem werden ihre Bilder auf einer gut gemachten Flash-Site präsentiert. Sehenswert alles, also gucken gezz. ;)

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Das Webstatistik-Tool „Piwik“ kurz vorgestellt

03.06.08

Nach meiner Kurzvorstellung des Open Source Projekts Piwik, welches „Google Analytics“ Konkurrenz zu machen verspricht, habe ich es kurzerhand installiert und war danach recht angetan. Deshalb biete ich folgend zur Verbreitung von Piwik eine Installationsanleitung an. Danach stelle ich das Tool aus der Hüfte in einem knapp sechsminütigen Video vor. Zu den Voraussetzungen für die Installation (PHP 5.1 und MySQL) und den Updates gibt es unten weitere Infos.

Piwik installieren

Wenn Ihr sicher seid, dass Ihr PHP 5.1 und MySQL habt, einfach das entzippte Verzeichnis piwik per FTP auf den Serverspace für Deine Domain legen. Danach www.deine-domain.de/piwik/ im Browser aufrufen und sich über den Begrüßungstext freuen. Nach einem Klick auf Next» erscheint der Systemcheck, der bestensfalls folgendermassen aussehen kann:

Systemcheck

Nach einem Klick auf den Link Next müssen die Zugangsdaten für die MySQL-Datenbank eingegeben werden. Benutzername (hier Login), Passwort und Datenbankname, siehe folgenden Screenshot. Der table prefix ist btw frei wählbar.

Datenbankdaten eingeben

Sind die Datenbankdaten korrekt eingegeben, werden die Datenbanktabellen angelegt, was von Piwik mit dem folgenden Hinweis bestätigt wird. Freue Dich, wenn das geklappt hat und klicke auf Next.

Tabellen erfolgreich angelegt

Die nächste Seite verlangt die Eingabe eines Benutzernamens und eines Passworts, mit dem Ihr Euch einloggt, um die Statistik einsehen zu können. Bitte nicht vergessen, dass Passwörter wie „Mama“, „PaPa“ oder „hansi“ nicht sehr klug sind. Nach der Eingabe auf den Button Go! klicken.

Login einrichten

Zuguterletzt müssen noch die Website-Adresse und der Name der Website eingegeben werden, was nicht schwerfalllen sollte.

Websitedaten

Nachdem alles erfolgreich eigegeben wurde, erscheint der JavaScript-Code, der in jede Webseite eingetragen werden muss, die in die Statistik einfliessen soll. Dieser Code (man kann ihn auch auf das Nötigste kürzen) kann auch später nach dem Einloggen aus dem Admin-Bereich in die Zwischenablage kopiert werden. Der Screenshot unten zeigt nur einen Auszug:

Code für Webseiten

Danach gratuliert Piwik Euch und bietet einen Link zur Seite, die das Login ermöglicht. Ich kann nur hoffen, dass Ihr Euch Benutzername und Passwort bis dahin gemerkt habt. ;-)

Probleme mit den PDO Extensions

Bitte nie vergessen, dass Piwik eine frühe Beta-Version (Stand: 03.06.2008, Beta 0.2.2) ist. Vorausgesetzt werden PHP 5.1 und MySQL. Bitte fragt vorher Euren Hoster, ob die PDO-Extensions aktiviert sind. Sind sie es nicht, erscheint der folgende Hinweis:

Systemcheck PDO

Zu PDO noch eine Story am Rande: Ich habe erlebt, dass ich Piwik bei 5-Euro-Hostern installieren konnte, auf einem Managed Server für 199 Euro im Monat aber nicht. Zuerst wurde behauptet, dass PDO „derzeit aussschliesslich in php4 verfügbar“ sei. Später dann, dass PDO nicht kompatibel mit „Stabilität, Upgradefähigkeit und Notfallbehebung“ sei. Das nenne ich Service! Also fragt vorher Euren Webhoster, was geht!

Updaten und ein Hinweis

Da die Entwickler von Piwik recht häufig neue Updates anbieten, noch ein Hinweis, wie man seine Piwik-Installation aktualisiert. Einfach alle Verzeichnisse und Dateien auf dem Server mit der neuen Version überschreiben. Da tut es nicht weh, wenn jede Woche ein Update erscheint. ;-)

Bitte bedenkt, dass ich keine Auskunft darüber geben kann, ob von Piwik eklatante Sicherheitslücken zu befürchten sind und welche Serverlast bei stark zugegriffenen Websites zu erwarten ist. Ich kann nur sagen, dass ich mit Piwik auf meinen Webprojekten bisher gut fahre und dass ich mit den kleinen Bugs ganz gut leben kann.

Video: Piwik kennenlernen

Das folgende Video vermittelt eine Vorstellung von Piwik im Betrieb und von den kleinen Bugs und Darstellungsfehlern. Ein Test ist Piwik allemal wert, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich von Google Analytics unabhängig zu machen. ;-)

Piwik kurz vorgestellt

Titel: Piwik kurz vorgestellt
Größe: 7,2 Megabyte
Dauer: 5:58 Minuten


Updatenotiz am 08.05.2009

Mittlerweile gibt es Piwik in der Beta-Version 0.2.34 und eine der wichtigsten Änderungen, ist die Möglichkeit, online mit einem Mausklick auf die neuste Version zu aktualisieren. Das erleichtert den Umgang mit einer Software, die oft aktualisiert wird, ungemein.

Der Autor

Ralph Segert, Netzjahrgang 96, schreibt aus Lust am Geben und Nehmen und arbeitet als freiberuflicher Webdesigner mit Spezialisierung auf Printlayout, CSS-Coding und Webdesign. Hat ein Herz für Einsteiger, das zeigen seine Anleitungen Mit Firefox per Du und Mit Weblogs per Du.

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   90 Kommentare    

Was ist relevant?

20.04.08

In Zeiten, in denen jeder Medienpups zur Kultur hochstilisiert wird und jedes noch so dünne Infohäppchen einen Anspruch auf Wahrheit und Relevanz erhebt, in denen gekaufte Dinge und geliehene Lebensaspekte eine Identität vorgauckeln, die brüchiger nicht sein kann, in diesen Zeiten wird nichts wichtiger sein, als mutig und forsch an einem ganz eigenen Interessenprofil und Erkenntnisprozess zu arbeiten, welche eben nicht die Fragmentierung von Geschmack und Wissen selbstgerecht zum wahren Lebensgefühl erheben, sondern ein hartnäckiges Fragen und Zweifeln am Leben in mir und ausserhalb bewahren, wobei die Gradwanderung zwischer jener Konzentration auf relevantes Spezielles und der Offenheit für relevantes Vieles liegt, auf die Auseinandersetzung mit dem Scheitern und der Erforschung der wenigen unaufgesetzten aber verborgenen Bedürfnisse sowie auf die hin und wieder in den Raum geworfene Frage, was an dem, was ich tue, denke und meine, wirklich relevant ist.

Autor: Ralph Segert   Tags:      


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