Ratatatam

20.10.08

Jetzt kann Jeder das Buch veröffentlichen, das Jeder schon immer mal schreiben wollte, „ohne sich groß Gedanken zu machen“. Das geht so: „So wie bei MySpace Musiker ihre Songs ins Netz stellen können, dürfen bei uns Nachwuchsautoren ihre Texte kostenlos in richtiger Buchform veröffentlichen“. Großartig! Aber. Da ist kein echtes Blatt, das genussvoll raschelt, die „richtige Buchform“ ist nur Schein aus Licht und Schatten.

   

4 Kommentare

  • 1 — Geschrieben von Lazerte am 20. Oktober 2008 um 18:29:

    Was gibt diese nachgeäffte Buchform einem Text, was er vorher nicht hatte? Außer ein paar Streicheleinheiten fürs Ego? Gibt es ihm den harten Sparringspartner eines Lektorats? Gibt es ihm ein Publikum? Gibt es ihm Wahrnehmung und Kritik jenseits eines Zirkels anderer Wannabes?
    Schreiben: ja.
    Veröffentlichen: ja.
    Sich auf Deubel komm raus mit „dem eigenen Buch“ schmücken: naja.

  • 2 — Geschrieben von Ralphs am 20. Oktober 2008 um 18:56:

    Virtuelles Blähen, mehr ist das nicht. — Die Verlage, die Geld verlangen von den Autoren, liegen im Trend. Verena hat da vor kurzem en Angebot für ein Neuseelandbuch bekommen. Schlappe 4500 Euro für ne tausender Auflage wollten die Damen und Herren als Druckkostenanteil überwiesen haben. Und damit man besser verdient als Autor, hätte sie über 300 Stück von der Auflage selbst vertreiben dürfen können. Kulant!

    Jedem Hinz und Kunz sein Buch, das wird noch zunehmen. Demnext schreibt der 5jährige Sohn des berühmten Politikers aus Pimmelhausen seine Autobiografie, pass auf.

    Was mir auffällt, es gibt kaum Internetstars, die durch Ihr Schreiben berühmt und reich geworden wären; gibt es überhaupt welche? Liegt wohl in der Natur der Sache, dass gutes Schreiben immer harte Arbeit ist und sei das Talent auch noch so groß. Du weisst ja en Lied davon zu singen.

    Weiss jemand, wie teuer der Buchdruck pro Buch für ein großformatiges mit hochwertigen Fotos bis Auflage 3000 wäre?

  • 3 — Geschrieben von Lazerte am 20. Oktober 2008 um 19:20:

    Wen ich zum Beispiel gerne mal zwischen ganz realen Buchdeckeln lesen würde, ist er hier:
    http:/ /500beine.myblog.de/

    Naja, und bei einem kurzen Rundgang über Antville fielen mir sicherlich noch ein paar ein.

    Sachbücher ist wieder ne andere Geschichte. Nehme an, ihr hattet an einen Fotoband gedacht? Das ist natürlich auch ziemlich aufwändig…

  • 4 — Geschrieben von Ralphs am 20. Oktober 2008 um 23:44:

    Fotoband nicht. Schlichtes kleines Reisebuch mit Fotos.
    500 Beine scheinen provokativ sein zu wollen. ;)

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