Ratatatam

Archiv: November 2008

Finale WP-Iconsets sind fertig

29.11.08

Nach Verenas Erfolg mit dem Iconset für WordPress 2.7 ging die Arbeit fleissig weiter. Es sollten einige Alternativ-Icons erstellt werden. Bevorzugt wurden Metaphern, die die User beim Voting favorisiert hatten. Zudem war eine farbliche Variante für den aktiven Status gefragt. Danach gab es die Icons im Format 32 x 32 Pixel zu erstellen. Die werden neben den Headlines innerhalb der Hauptbereiche stehen. Das alles wurde in einem engen Zeitfenster realisiert. Beide Icondesigner waren dem augenscheinlich gewachsen. ;)

Das finale Set von Verena gefällt mir sehr gut. Beim kritischen Betrachten der Zwischenstände hatte ich nur wenig auszusetzen. Verenas Hartnäckigkeit hilft ihr eh allein weiter. Nicht selten sind wir aber einig unzufrieden, wenn eine Arbeit noch nicht rockt. Ansonsten bewundere ich Verenas Fähigkeit, einen einmal gewählten Stil auch in größeren Iconsets durchzuhalten. Das ist eine der schwierigsten Aufgaben im Icondesign, wie ich finde. Ihr ist es wieder gelungen, sie wird bestimmt noch mal berühmt. ;)

Iconset für WordPress 2.7

Edit: Sahanya hat sich die Mühe gemacht, uns ausführlich über die Neuerungen von WordPress 2.7 zu informieren. Sein Text macht Lust aufs Update: WordPress steht vor der Tür.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   10 Kommentare    

BigiPhone vs stürmige Brombeere

29.11.08

Apropos BigiPhone: Wer unbedingt mit einer berührungssensitiven Fliegenklatsche telefonieren muss, kann jetzt auch das Blackberry Storm wählen. Auch für den Storm stürmen die Leute die Online-Shops und schlagen sich in ihrer Smartphone-Gier die Köpfe ein (totgetreten wurde bis zum heutigen Buy-Nothing Day noch kein stürmender Kunde). Als ob es tausendjährigen Mangel geben würde, dabei wird das Teil bereits bei Ebay verscheuert. Skandalöserweise bringt der BigiPhone-Killer aber unglaubliche 155 Gramm mehr auf die Waage. Eine wahre Zumutung für all die Technoiden mit der schwindenden Muskelkraft und den zierlichen Hemdtäschchen am Herzen! Aber dafür hat Stormy einen vernünftigen Touchscreen, der konsequenterweise auf Druck reagiert und somit im Gegensatz zum iPhone sogar mit Handschuhen bedient werden zu können verspricht. Wer weiss, ob man nicht irgendwann auch mal in Grönland ne Email tippen muss. Ganz blöd dagegen, dass der Sturm WLAN nicht versteht. Deshalb warten die Klugen eine Weile ab, bis die Kinderkrankheiten der killernden Brombeere kuriert sind. Und dann kann das kratzsensitive BigiPhone wirklich einpacken.

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   19 Kommentare    

Nett lustig sinnfrei

28.11.08

Da schaunse: Der Ecki von Blogschau.TV macht sich lustig über meine Blog-Anleitung. Zur Einstimmung auf Eckis sinnfreie Komik folge Folge 8 und 10 !

Autor: Ralph Segert   Tags:      

Filmcamp in Berlin

27.11.08

Robert Basic berichtet über das erste Filmcamp, das am kommenden Wochenende in Berlin stattfindet. Klasse Idee! Es ist sehr schade, dass ich jetzt nicht so kurzfristig aus dem Ruhrgebiet wegkomme. Gerne hätte ich teilgenommen, auch in der Hoffnung, ein paar Leute zu treffen, mit denen ich meine Begeisterung für französische Filmklassiker teilen könnte. Immer noch spucken mir Das Irrlicht, Zazie, Auf Wiedersehen Kinder und Black Moon von Louis Malle durch den Kopf, staune ich über Meisterwerke wie Die Hölle, Alice, Süßes Gift (mit einer genialen Isabelle Huppert) von Chabrol und bewundere die Werke von Truffaut, Sautet, Melville und Rivette.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   1 Kommentar    

Lina malt den DJ Ralpf

27.11.08

Gestern unter den gesammelten Zeichnungen meiner Tochter entdeckt: Lina (9) malt „DJ Ralpf“. Es war zu meiner Anfangszeit, als ich feuereifrig und ohne DJ-Erfahrung einen Laden für meine Sets suchte. Ich lebte bereits seit zwei Jahren getrennt von meinen Kindern und wohnte in einer ziemlich chaotischen Studenten-WG in der Nähe der Ruhr-Uni. — Jetzt würde ich allzugerne wissen, wer da draussen Ruhe ins Fenster schrie.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   1 Kommentar    

Kaffeeparade

26.11.08

Kann denn Kaffee Sünde sein? zitiert Bio Emma das Motto eines Blog-Karnevals und ich fühlte mich als alter Kaffeejunkie gleich angesprochen von dieser Kaffeeparade, die Manuel Rosenboom, der vitale Geniesser und der Kaffee-Satz-Blogger von Maskal ausgerufen haben. Und et gibt wat zu gewinnen. ;) — Die 5 Fragen und meine Antworten:

Wie bereitest Du Dir Deinen Lieblingskaffee zu und was muss für Dich in einen „perfekten“ Kaffee rein: nix, Milch(schaum), Zucker, Sirup… ?

Nachdem ich ungefähr tausend Techniken und Maschinen ausprobiert hatte, kam ich zurück zur alten Methode: In eine vorgewärmte Thermoskanne mit der richtigen Wassertemperatur einen starken Kaffee aufgiessen. Danach mische ich den Kaffee mit warmer Vollmilch. Auf die Mischung kommt es an. Thermoskanne deshalb, da wir in relativ kurzer Zeit drei Tassen vernaschen. Manchmal mache ich auch Milchkaffee mit einer schlichten Espressokanne und einem Milchaufschäumer. Schmeckt auch ohne Crema erste Sahne.

Achtest Du beim Kaffeekauf auf bestimmte Siegel (Bio, Transfair, UTZ Certified, Rainforest Alliance)? Wenn ja, warum?

Auf Bio und Transfair. Bin aber auf keine Marke festgelegt. Manchmal kaufe ich den Bio Bio bei Plus, manchmal im kleinen Öko-Laden (leider nicht grad um die Ecke liegend). Ich probiere immer mal wieder einen neuen Kaffee aus. Ich werde immer auf Kaffee neugierig bleiben. ;)

Ist Kaffee Deiner Meinung nach ein Problem für die Umwelt? Warum (nicht)? (C02-Verbrauch, Anbau, Pestizid- u. Herbizideinsatz, Energieverbrauch etc.)

Hm, beim Kaffee hört bei mir die Kritikfähigkeit auf, deshalb habe ich mir wohl darüber noch keine Gedanken gemacht. Oder könnte ich am Ende gar nichts mehr geniessen, wenn ich ständig das Umweltthema im Kopf hätte?

Fühlst Du Dich beim Kaffeekauf genügend informiert (Angaben auf der Packung, Webseite des Herstellers etc.) oder welche Informationen vom Kaffeeanbau bis zur Zubereitung vermisst Du?

Ganz ehrlich, mich interessiert in erster Linie, ob der Kaffee schmeckt, ob er Aroma hat, ob er gut durch den Filter läuft und ob er manchmal in der Küche noch nach Stunden zu riechen ist.

Was war bislang Dein schönstes Kaffee-Erlebnis (Flirt am Kaffee-Automaten, Diskussionen in der Espressobar… was auch immer)?

Häßliche Erlebnisse hätte ich mehr zu bieten, vor allem häßliche Geschmackserlebnisse. Aber Spass beseite und Freude vor. Mein schönstes Kaffee-Erlebnis war der erste Kaffee mit meiner Frau Verena. Wer die eine Geschichte dazu liest, wird das verstehen . :)

Schnell noch nachgetragen: Ein dickes Lob an Hans-Jürgen Langenbahn, den Betreiber von Maskal – fine coffee company. Das Webdesign ist einladend und die Site selbst bietet detaillierte Informationen rund um Kaffee, Kaffeeregionen, Kaffeegenuss und exklusive Kaffeesorten, die dort auch bestellt werden können. Das alles gefällt mir sehr gut und verlockt in diesen Tagen zum Beschenken von Kaffeeliebhabern.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   3 Kommentare    

Laufen im Schnee: Spritzplatschnass

24.11.08

Spätestens seit Murakamis Buch Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede weiss ich jede billige Ausrede meines Körpers und seines Freundes (das ist der innere feige Faulsack) mit aller Härte zu kontern. Schließlich geht es um die Verhinderung des gemeinen biertrainierten Schmerbauchs. Den Plauzen-Paul und Wampen-Olli hebe ich mir für die Pflegestufe 3 auf. Denn die Wampe im Alter habe ich geerbt. Tue ich nichts, kommt sie und das sieht einfach Scheisse aus. Also ging ich heute Laufen. Über weisse Landschaften wirst du schweben, dachte ich. Von wegen schweben! Schwimmen vielleicht. Im Ruhrgebiet fällt Schnee nur, um gleich zu Matschbrei und weitläufigen Seen zu werden. Nicht nur auf der Straße, auch im Vorstadtwald, im Stadtpark, in Grünzonen jeder Art. Wer erst vor 20 Jahren geboren und niemals den Pott verlassen, wird nichts anderes kennen. Schnee ist hier Matsche, der fällt bereits als Matsche. Und was für eine Matsche! Den ersten Kilometer lief ich, als wollte ich Clusterbomben von Rheinmetall ausweichen. Die wenigen Spaziergänger, die ich traf, verdrückten sich spritzgeschützt in gestrüppgesäumte Seitengassen und schauten mich an, als käme ich von den Polkappen. Und wie die Matsche spritzte! Selbst die Meise im Dickicht duckte sich und zeterte, Scheiß Wetter oder so. Derweil übersah ich vor lauter Fluchen das heimelige Weiss der Bäume. Besonders gemein waren diese mit einer verlockenden hauchzartdünnen Eisschicht getarnten metertiefen Pfützen, in die ich mit Vorliebe hineinsprang, bis mir das kalte Wasser an den Füssen einfach scheissegal war. Echt! Waren ja nur noch 7 Kilometerkes. Also tröstete ich mich mit der Erfahrung des Strandgängers bei Ebbe zu kalter Jahreszeit und den Sprüngen über Flüsse im Sand, die oft mindestens mit nem nasskalten Fuss endeten. Wobei der Fuss aber trotzig mit Erwärmung konterte. Füsse sind das! Füsse müssen was besonders sein. Und so war es auch heute beim Hüpfen, Springen und Matschen. Bin einfach halbfröhlich ohne Lauern auf die nächste Untiefe weitergelaufen, habe einfach den feigen Faulsack ignoriert und bin nicht zurück ins warme Heim, nein! Spritz, Platsch, Nass, echt gezz, scheissegal. Schau nur an die weisse Pracht der Bäume — und die Luft! Obwohl. Unweit tobten bereits die Vorboten des feinstaubigen Ich-hetz-nach-Hause-Verkehrs. Aber auch das tangierte mich nicht. So lief ich auf Wasser jeder Art locker meine Runde und wünsche mir für Morgen endlich Schnee, der endlich hält, was er verspricht. Wehe, wenn nicht, doo!

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   1 Kommentar    

Starke WordPress-Gemeinde

24.11.08

WordPress Deutschland verändert sich. Ein Text zur Geschichte des Projekts mit Zahlen des Erfolgs und der Antwort auf die Frage, warum man zur GmbH wird.

Autor: Ralph Segert   Tags:   5 Kommentare    

Der Haken am Hacken

24.11.08

Peter Glaser wurde gefragt, was gegen die Online-Durchsuchung spreche. Lesen se ne Antwort:

„Garnichts. Ganz wunderbare Sache. Dass das Hacken nun nicht mehr als illegale Tätigkeit abgetan wird, sondern endlich Anerkennung als staatserhaltende Maßnahme finden soll, müßte doch jeden Technikfreund erfreuen.“

Autor: Ralph Segert   Tags:   2 Kommentare    

Blogwerfen: Dein schönstes Bild im Raum

23.11.08

Als Freund von Geschichten, die sich um alte oder neue Fotos oder Bilder bewegen, möchte ich nach Deinem schönsten Bild im Raum fragen und nach einer kurzen oder langen Geschichte dazu. Mein Betrag heißt: Es lief wie im Traum. Und da niemand mitmachen wird, wenn man nicht das Stöckchen wirft, wird jetzt geworfen. Und jetzt ab! Werfe zum Herrn Paulsen, zum Mann in LA, zum Herrn Konigorski, der mit dem gekonnt reduzierten Layout, zum Jungblogger Lorenz, zum Onno, der nicht nur ein filapper, zur Gabi im Bloghäuschen, zum photo.grapf und zu allen, die mitlesen und sich angeprochen fühlen, aber eigentlich keine Zeit dafür haben. ;-)

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   10 Kommentare    

Trikot 04 und der Trainerlaie wünscht

22.11.08

Da habe ich tatsächlich über die Verlinkung in einem Posting ein hochwertiges Trikot gewonnen und mich für das dunkle von Schalke 04 entschieden. Gerne hätte ich hier das Trikot in passender Pose präsentiert, aber das nasskalte Wetter und die dunkle Jahreszeit machten mir einen Strich durch den Gedanken. Deshalb habe ich es kurzerhand eingerahmt:

Trikot im Rahmen

Vielleicht läßt sich ja heute auch das Ergebnis der Schalker gegen Gladbach einrahmen. Meine Forderungen als Fussballtraineroberlaie. Benedikt Höwedes (der Rangnick soll ja seine Finger von dem lassen, der hat genug gute Spieler) endlich als Stammspieler, den doch sehr ballsicheren, kopfballstarken, schnellen, technisch versierten Heiko Westermann ins offensive Mittelfeld, Kevin Kurányi in die zweite Mannschaft zum Üben von Ballannehmen und Ballstoppen versetzen, Albert Streit und Vicente Sanchez endlich in die Mannschaft integrieren, Jefferson Farfan als echte Spitze setzen und Orlando in die Ballettschule zur Stärkung des rechten Fehlpassfusses schicken — und grad fährt der Schalke-Bus hier vorbei und ich geh jezz laufen. Glückauf!

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   8 Kommentare    

Was bleibt vom Pagerank?

22.11.08

Kann mir jemand von den SEO-Suchmaschinenoptimierer-Onlinemarketing-Cracks da draußen bitte erklären, warum eine Site wie Mit Firefox per Du nur Pagerank 4 hat, obwohl sie auf der Supportseite von Mozilla (mit PR 8) und auf Hunderten von Webseiten verlinkt ist, obwohl sie populär ist und keinen Spam verbreitet? Eine kaum verlinkte Site wie mein DJ-Blog hat dagegen bereits 5.

Wird meine Anleitung wirklich wegen etwas Textwerbung abgestraft? Wenn der PR angeblich ein Indikator für die Linkverbreitung und relevant fürs Ranking sein soll, aber gar nicht ist, was bleibt dann noch vom Pagerank übrig? Habe ich etwas nicht begriffen, etwas verpasst, lebe ich hinterm Mond oder ist der Pagerank nur ein Marketingtrick, ein Fütterwort für IT-Journalisten? Auch die Sites, die bei bestimmten Suchbegriffen mit Pagerank 0 ganz oben stehen, finde ich seltsam. Was bedeutet das alles? Wer nimmt mich an die Hand und erklärt mir das? Vielleicht mache ich danach auch eine Anleitung für Einsteiger. Titel: Mit Pageranks per Du.

Bis vor kurzem habe ich den Pagerank nur selten beachtet. Nun aber informiert mich das Firefox-Add-on SearchStatus in Echtzeit und ich kann vergleichen — bevor ich noch zum Pagerank-Narr werde, deinstalliere ich das Teil lieber wieder.

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   8 Kommentare    

Böser Googlezilla?

21.11.08

Kommt keiner mehr im Internet an Google vorbei? Ist Google gefährlicher als die Geheimdienste? Spioniert Google uns aus? Wird Google uns alle auffressen, wie das bei Datenkraken so üblich ist? Böser Googlezilla?

Autor: Ralph Segert   Tags: ,      

Verschachtelte Bücher

21.11.08

Im Blog Reinseite die faszinierenden Buchskulpturen des Künstlers Brain Dettmer entdeckt.

Buchskulptur von Brain Dettmer

Autor: Ralph Segert   Tags:      

Leuchtturm der digitalen Zukunft

21.11.08

Markus Beckedahl, „Leuchtturm“ der eDemokratie, wie er sich andeutet, ist beleidigt. Hat ihn doch Frau Merkel nicht zum dritten IT-Gipfel eingeladen. Der Gipfel! Aus Rache klagt er in der taz über die Angst vor dem User, die erklärt, warum der Gipfel eine geschlossene Gesellschaft bleibt. Selbst der Chaos Computer Club mußte draußen bleiben. Der Gipfel!

Zudem sei die Bundesregierung nur am Vorteil der IT-Industrie interessiert und verliere sich in Angst vor „Jugendlichen, die neugierig im Netz unterwegs sind“. Aber auch vor „Terroristen und Pädophilen“ zittere das Establishment und natürlich vor den „neuen Unterhaltungsformen, die als ‚Killerspiele‘ diskreditiert werden“. Soweit können wir folgen, während wir staunen darüber, dass auch „ganz generell vor dem Neuen, dem Unbekannten, dem Netz“ das große Zittern herrsche. Das hört sich gruselig an, das ist gruselig und so wird es wahrscheinlich, dass Frau Merkel sich ins Kostüm macht.

Nebenbei: Das ist doch pure Demagogie, Frau Merkel zu unterstellen, sie bevorteile mit ihrer Politik die Industrie. Der Gipfel!

Der Skandal der Angst der Politiker vor dem Netz im Allgemeinen und dem User im Besonderen wird noch viel deutlicher, wenn wir lesen: „Dabei integrieren heute immer mehr Menschen das Internet in ihr Leben.“ — Vielleicht meinte er auch, sie integrierten das Leben in das Web 2.0? Wir wissen es nicht. Aber auf den Punkt schlussfolgert Beckedahl daraus den nächsten Skandal der Republik: Dass es immer noch kein flächengedecktes DSL gibt und dass das in der „heutigen Zeit“ bedeute, „von gesellschaftlicher Teilhabe, von Bildungs- und Informationsmöglichkeiten ausgeschlossen zu sein“.

Er meint nicht die durch Hartz IV und durch ein ungerechtes Bildungswesen ausgegrenzten und benachteiligten Menschen, auch nicht die verarmten Alten und die alleingelassenen Frauen mit Kindern, auch nicht die flächendeckend verachteten Menschen mit anderer Staatsangehörigkeit. Er meint nur DSL.

Wir verstehen, Herr Beckedahl ist enttäuscht von seinen Politikern, zu denen er gerne hin will. Wer nichts weniger will, als eine „mobile und inklusive Internetgesellschaft“, mit WLAN-Netzen für alle, die dann aus der Luft „einen Innovationsschub bewirken“ würden, der kann nicht anders, als klagen über soviel Ungerechtigkeit. Und statt dem Internetparadies für alle gibt es die blöde Vorratsdatenspeicherung, gibt es wachsende „Angst vor einem ‚Big Brother‘-Staat“, gibt es einen Datenschutzskandal nach dem anderen. Die „Bürger“ zittern und so appelliert der Weise an seine Herrscher:

„Ein nationaler IT-Gipfel muss sich damit befassen, wie eine freie und offene Informationsgesellschaft aussehen soll. Wenn er das nicht tut, geht er an den gesellschaftlichen Realitäten vorbei.“

Hier könnte es spannend werden. Gesellschaftliche Realitäten! Welche? Wie viele? — Keine Antworten, weiter mit appellativer Rundumschlagtechnik: Mehr „Open Source“ und endlich die vom Staat „praktizierte Informationsfreiheit“ […] „etwa durch die Veröffentlichung von Regierungsdokumenten und -daten im Netz und Partizipationsmöglichkeiten auf allen Ebenen“.

Das hört sich schlüssig und großartig an. Auf allen Ebenen! Leider ist es ein Gesetz, dass das niemals wahr werden kann. Es gehört zur mentalen Realität, dass die parteiübergreifenden Eliten weder heute noch jemals ein Interesse daran haben werden, auf Kosten ihrer Vorteile und Interessen egalitäre Tatsachen zu schaffen. So blöd ist Frau Merkel nicht.

Aber das weiss Beckedahl nicht. Das passt auch nicht in seinen Netzpopulismus, der keinem weh tut und die Gesellschaft retten will. Für ihn zählt, folgt der Sandale und macht einen „nationalen Internet-Gipfel, der mit allen beteiligten Bürgern die Herausforderungen der digitalen Zukunft angeht“. Nicht weniger als alle „beteiligten Bürger“, das muss hier noch einmal betont werden. Und alle diese Bürger müssen sich dann fragen, wie die „digitale Zukunft menschenwürdig und gerecht gestaltet und nachhaltig entwickelt werden kann“.

Das muss im Chaos enden. Nachhaltig.

Ich wiederhole: Digital und Zukunft, menschenwürdig und gerecht, gestaltet, nachhaltig und entwickelt. Da fehlt nichts, perfekt, atemberaubend nichtssagend. Hätte Angie und ihre geschlossene Gesellschaft nicht besser formulieren können.

Da der Menschenfreund nur ein halber ist, wenn er nicht im gleichen Atemzug „Strukturen und Prozesse“ fordert, „die einer Informationsgesellschaft entsprechen und würdig sind“, wird das ganze Programm pseudoegalitärer Quacksalberei aufgefahren, die dem Leuchttum der digitalen Zukunft eine würdige Hilfe zum Gipfel sein wird.

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   4 Kommentare    

Zwei Takte zuviel

20.11.08

Da lebt Kraftwerk nun Jahrzehnte davon, dass man ihre langweilige Musik in eigene Sounds integriert, zitiert und kopiert (weiss der Henker warum, Tobias Rapp meint“, es liege an den „ästhetischen Innovationen) und nun wollen sie Kohle sehen, weil sie sich schändlich beklaut, bestohlen und hintergangen fühlen. Bis zum Bundesgerichtshof ging die Sache um die zwei Takte und so wie es aussieht, haben die Richter sich fein rausgehalten und zurückverwiesen. Herr Rath hörts dagegen anders klingeln: Gericht erleichtert Sampling.

Man stelle sich vor, Mitglieder von The Winstons kämen auf die Idee, einen Feldzug gegen die Verwendung des Amen Break zu führen! Dieses kurze Schlagzeugsolo ist sogar vier Takte lang und wahrscheinlich das am häufigsten genutzte Sample in der Hip Hop und elektronischen Musik. Und die beiden Kraftwerk-Köppe fangen schon bei zwei Takten an zu heulen. Arm.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   1 Kommentar    

Vorschlag für deutschsprachiges Piwikblog

19.11.08

Wie ich dem einen oder anderen Kommentar entnehme, besteht Bedarf für ein Piwikblog. Das habe ich bereits im vergangenen Sommer angeregt. Mein Vorschlag zum Start: Ich installiere für die Domain piwikblog.de WordPress und gestalte das Blog. Damit ich nicht sitzen bleibe auf dem Projekt, wäre zuvor Bedingung, dass sich ein oder zwei Leute melden, die das Blog leiten wollen. Das bedeutet, im Impressum für den Inhalt verantwortlich zeichnen, sich um Mitschreiber und Kommentare zu kümmern und so weiter. Ich würde aber mitschreiben und kommentieren.

Für das Layout habe ich bereits ein Logo erstellt, das einen gewissen Wiedererkennungseffekt hat und das ich kurzerhand einbinden würde (siehe unten). Es entstand im Frühsommer 2008, als ich den Piwik-Leuten auf ihren Wunsch ein Logo zugesagt hatte. Aber das Team der Fünf stellte sich als sehr geschmacksdifferent heraus. Wir haben es dann gemeinsam nach einigen Entwürfen und Varianten einschlafen lassen. ;) Schliesslich gibt es zeitliche Grenzen und man kann es eben nicht allen Recht machen, das behindert Entscheidungen. Und wenn das jetzige Piwik-Logo einfach nicht zu toppen ist, müssen wir das akzeptieren. Kurz und gut, ich habe dem Entwurf andere Farben gegeben und finde ihn gut für ein Piwikblog.

Logo fuer ein Piwikblog

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   11 Kommentare    

Abschweifen mit Karl-Heinz Bechmann

19.11.08

Vor Monaten zufällig in einer Westerholter Dorfkneipe den ehemaligen Schalker Fussballspieler Karl-Heinz Bechmann kennengelernt. Ein auf Anhieb sympathischer Mann, der mit Stan Libuda zusammengespielt hat und beim ersten Bundesligaspiel der Knappen dabei war. Wir unterhielten uns eine Zeit über die aktuelle Schalker Misere. Später offenbarte er bescheiden, dass er in den 60er Jahren für 04 in der Bundesliga gespielt hat.

Verena, er und ich waren uns zuvor einig, dass der Nutella-Mann aus Panama eine Pfeife ist. Nicht, weil er viel verdient — dieses ständige empörte Hinweisen auf die „Millionen“ der Profis und die daran geknüpfte Erwartung, dass sie wie Mainzelmännchen perfekt zu funktionieren haben, nervt nur noch! — Auch nicht, weil wir keine Geduld hätten, sondern weil die gesetzte 22 das Fussballerherz zu oft aufs Gröbste verletzt hat mit katastrophalen Ballannahmen. Vom verweigerten Handschlag will ich gar nicht erst anfangen.

Ups, das nennt man abschweifen, dabei wollte ich noch etwas über Herrn Bechmann loswerden. Da gibt es nicht nur Fotos aus seiner Zeit (diese Trikots, genial schlicht!), sondern auch einen beachtlichen Fairnisswert: 0 Karten in 143 Bundesliga- und 20 Oberliga-Spielen.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,      

Teures Wissen, aber ich brauche das Papier

18.11.08

Freunde meiner Weblogs werden festgestellt haben, dass ich öfter Artikel der taz vorstelle. Keineswegs heißt das, dass ich fixiert bin auf diese Tageszeitung. Gerne würde ich auch Artikel aus der Frankfurter Rundschau und der Süddeutschen Zeitung besprechen, aber Jahresabos von überregionalen Tageszeitungen sind nicht grad billig und bisher habe ich noch Niemanden gefunden, der mir ein Abo sponsert. *hüstel*

Wie teuer Bildung und Information sind, zeigt sich am Gesamtpreis der Vollabos. Die taz will für den Standardpreis 390 Euro im Jahr haben. Der ermässigte Strandpreis für all die saturierten linken Geizhälse beträgt nur 276 Euro im Jahr. Die Frankfurter Rundschau mag es krumm und verlangt 383,40 Euro. Die Süddeutsche dagegen baut auf den Bayernbonus und kostet 460,80 Euro. So kommen wir zum Höchstpreis von 1234,20 Euro im Jahr. Das ist fast ein Drittel von dem, was einem Bezieher von Hartz IV im Jahr zum Leben zusteht.

Dann und wann bestelle ich Miniabos dieser Tageszeitungen. Empfehlenswert zum Beispiel das Angebot der FR: Drei Monate lesen, zwei Monate zahlen und zudem noch ein Werbegeschenk erwarten, der Überfluss und China machen es möglich. Die Süddeutsche hatte ich einmal zum weihnachtlichen Vorzugspreis drei Monate meiner Liebsten vermittelt. Die taz haben wir nun fast ein Jahr zum halben Preis des günstigen Jahresabos bezogen. Es lohnt sich, auf Aktionen zu achten.

Warum aber Abo, viele Artikel gibt es doch online? Diese Frage hörte ich grad in manchen Köpfen drängeln. Richtig, aber ich lese sie nicht aufmerksam, ich bin zu sehr der flirrende Scannertyp am Rechner. Ich brauche das Papier. Das Knistern in den Händen, das Vorlesen im Bett beim Kaffee, die Ruhe auf der Couch. Papier ist geduldig und das überträgt sich auf das Lesen. Ich lese einfach konzentrierter, halte öfter inne und lasse den Gedanken Raum. Ich nehme Notizbuch und Stift zur Hand und notiere das Besondere der Artikel. Keiner wird bestreiten (wehe!), dass ich danach bessere Texte schreibe.

Lust hätte ich drauf: Täglich aus den drei besten überregionalen Tageszeitungen (oder was davon übrigbleibt ;) die interessantesten Artikel aus den Ressorts Wissen und Internet, Politik und Wirtschaft, Alltag und Kultur sprachlich geschliffen vorzustellen. Das wär doch was für den gebeutelten Horizont.

Autor: Ralph Segert   Tags: , , ,   2 Kommentare    

Trackbacks ab ins Eckchen

18.11.08

Ich habe es tätsächlich geschafft, noch vor 2020 im Kommentarbereich die Kommentare von den Trackbacks zu trennen. Schleppte ich doch bis dahin ein Comment-Template aus der Steinzeit von Blog zu Blog, das zudem mit Codeschnipseln diverser Plugins gefüttet war. Entsprechend vorsichtig mußte ich als PHP-Laie ans Werk gehen. Geholfen hat dabei eine bereits in die Jahre gekommene Anleitung namens WordPress Track- und Pingbacks seperat listen, ohne Plugin von Frank Bültge. Jetzt können auch die großartigen Jungs wiederkommen, die das ganz böse finden, wenn Tracks und Pings zwischen Kommentaren nerven. ;)

Update: Vielleicht kann mir jemand in dieser Runde behilfreich sein bei einer Lösung für folgende Wünsche: Getrennte Zählung von Kommentaren und Trackbacks sowie ein Wenn-Dann-Schnipsel unter dem Motto: Wenn Tracksback vorhanden, wird die Überschrift „Trackbacks“ mit Anzahl der Trackbacks angezeigt, wenn nicht, bleibt sie verborgen.

Autor: Ralph Segert   Tags:      

Verenas Icons in WordPress 2.7

17.11.08

Wir wissen es bereits ein paar Tage, aber nun ist es offziell bekanntgegeben: Verena hat beim Icon-Voting den zweiten Platz gemacht. Aber ihre blaue Variante des Sets kam so gut an, dass es nun als alternatives Iconset in WordPress 2.7 eingebunden wird. Da freut sich doch das Herz und die schnelle intensive Arbeit hat sich gelohnt. Alles Konkrete dazu und alle Sets im Überblick im WordPress Blog: The Results of Project Icon. — Edit: Das fertige Iconset, welches wir natürlich stolz in unser Iconset-Portfolio aufnehmen ;-)

Icondesign für WordPress

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   11 Kommentare    


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