Darf ich der Runde die Frage nach klugen Texten zur Krise stellen, die über Knallfroschrhetorik hinausgehen? Gemein, gewiss, denn allzuviel scheint es nicht zu geben. Entsprechend erwarte ich Sprachlosigkeit, die manchmal auch nicht schlecht sein muss. ;)
Mein Text der Woche zum Thema Krise ist ein Interview mit Wolfgang Schivelbusch. Unter dem Taz-Titel “Demokratie ist ein Wohlstandsprodukt” zeigt Herr Schivelbusch historisch gesättigten Realitätssinn, der nur gut tun kann und dem engstirnigen Gegenwartsversauern selbstbewusst Parolie zu bieten vermag.
Wolfgang Schivelbusch hat hochinteressante und wunderbar zu lesende Bücher geschrieben, die ich Anfang der 90er Jahre entdeckt habe. Sie zeigen, das nicht nur die Angelsachsen komplexe Themen allgemeinverständlich vermitteln können. Folgende Bücher, Symbiosen aus Wissen und Unterhaltung, möchte ich ans Herz legen: Das Paradies, der Geschmack und die Vernunft – Eine Geschichte der Genussmittel (6. Auflage, 2005, Originalausgabe: Carl Hanser Verlag 1980). Lichtblicke – Zur Geschichte der künstlichen Helligkeit im 19. Jahrhundert (Originalausgabe: Carl Hanser Verlag 1983) und Geschichte der Eisenbahnreise (Originalausgabe: Carl Hanser Verlag 1977).

___
Ralphs am 16.12.08 Buch Politik Wissen [ Trackback ] Kommentarfeed
1 Kommentar
1 — Geschrieben von Ralphs am 17. Dezember 2008 um 00:41:
Ein weiteres Interview mit Wolfgang Schivelbusch im Tagesspiegel über New Deals gestern und heute: Der große Schwindel.
IF-Satz: Entweder hat es folgend gepingt oder nicht: