Ratatatam

Archiv: März 2008

Anruf einer Suchenden

25.03.08

Heute kam ein Anruf von einer älteren Dame, die noch gelernt hat, ins Telefon zu schreien. Sie fragte, ob hier die Aldi-Zentrale sei. Ich verneinte und fragte zurück, wie sie darauf käme. Hier stünde Ralph Segert im Impressum. Ich stutzte und dachte, was macht Aldi mit meinem Impressum. Auf welcher Seite sie das gefunden hätte, hakte ich nach. Sie wäre in Google gewesen und hätte die Wörter eingegeben und in dieser Liste hätte sie geklickt. Sie zitierte das Impressum und sagte noch Ruhrpottbilder. Verstehe, gab ich zurück. Das sei doch nur ein Foto von mir, klärte ich auf. Ach so, gab sie unberührt zurück und fragte pragmatisch, ob ich nicht die Telefonnummer der Aldi-Zentrale wüsste. Ich verneinte. Und bevor ihr noch einen Tipp für die erfolgreiche Suche geben konnte, war sie schon weg.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   1 Kommentar    

Gedanken zur Miniaturisierung

24.03.08

These: Miniaturisierung der IT-Geräte führt zur Selbsterniedridung durch freiwilligen Verzicht auf Ergonomie-Vorteile. Der Erfolg des EEE-PC und seine Sichtung auf Camps aller Art ist ein Beleg dafür. Die Handhaltung beim Schreiben auf dermassen kleinen Tastaturen sieht aus wie Selbstquälerei, für Vielschreiber wäre sie das. Auch mein Bemühen, auf dem iPod Touch schreiben zu lernen, gleicht einer durch den Spieltrieb gerechtfertigten ergonomischen Regression mit der Folge, mich selbst beim Schreiben zu behindern. Die Gedanken sind vergessen, bevor der Satzanfang digitalisiert ist. Miniaturisierungen der Alltags-IT werden zu Produktitvtätsbremsen.

Autor: Ralph Segert   Tags:      

Einsteiger-FAQ: iPod Touch – Software 1.1.4

24.03.08

Aufgrund der Google-Suchstrings, die zu meinem Software-Test iPod Touch führen, kam ich auf die Idee, in einer FAQ die brennendsten Fragen für iPod Touch-Einsteiger zu beantworten. Aus um die 700 Suchanfragen habe ich 21 Fragen und Antworten komprimiert. Alle Antworten beziehen sich auf ein iPod Touch ohne Fremdsoftware und Hacks.

  1. Wie schalte ich den iPod Touch aus und ein?
    Links oben auf dem Gehäuse ist eine Taste, diese solange gedrückt halten, bis der Schiebebutton Ausschalten erscheint. Den Button in Pfeilrichtung ziehen und hoffen, dass das ausgeschaltete Gerät keinen Strom verbraucht. Wäre mal einen Test wert. Einschalten lässt sich das Gerät durch zwei bis drei Sekunden Drücken auf die Gehäusetaste.
  2. Wie erzeuge ich Umlaute wie ü ä und ö beim Schreiben?
    Ganz einfach zum Beispiel den Buchstaben “u” gedrückt halten, bis eine Auswahl von Sonderzeichen erscheint. Weiter gedrückt halten und die Fingerkuppe zum “ü” ziehen. Loslassen und den Umlaut im Text geniessen.
  3. Läßt sich die Schriftgröße verstellen?
    Leider nicht, es bleibt auf die Firmware-Version 2.0 zu hoffen. Derweil fleissig an Apple schreiben und diesen Wunsch äussern.
  4. Kann ich Notizen auf dem iPod Touch synchronisieren?
    Nein. Auch in der Firmware-Version 1.1.4 ist das nicht möglich.
  5. Kann ich Kontakte auf dem iPod Touch synchronisieren?
    Ja. iTunes starten, iPod Touch via USB an den Rechner anschliessen. Warten bis iTunes das Gerät erkannt hat. Dann rechts in der Mediathek unter Geräte den iPod Touch-Eintrag anklicken und danach oben im Hauptfenster auf die Karteireiter achten. Auf Karteireiter Info klicken. Danach die Checkbox Adressbuchkontakte synchronisieren mit einem Häkchen versehen und den Radio-Button Alle Kontakte aktivieren (siehe folgende Abbildung). Danach ganz unten auf den Button Synchronisieren klicken. Auf der gleichen Seite unter Info lässt sich übrigens auch der Kalender synchronisieren. It’s easy, ehrlich.
    Mit iTunes Notizen synchronisieren
  6. Wie komme ich an die aktuellste Firmware für den iPod Touch?
    Siehe die vorherige Frage Nr. 5. Anstatt aber den Karteireiter Info den Karteireiter Übersicht wählen. In dem Bereich findet sich ein Button namens Nach Updates suchen. Darauf klicken und den Anweisungen auf dem Monitor folgen.
  7. Wie stelle ich Hinweistöne für den Kalender ein?
    Unter Einstellungen >> Allgemein >> Toneffekte müssen dieselben aktiviert sein. Es gibt die Wahl zwischen Lautsprecher oder Kopfhörer oder Beide. Danach muss im Kalender selbst beim Hinzufügen eines Eintrags auf den Button Warnhinweis gedrückt werden und danach der Zeitpunkt gewählt werden, wann der Warnhinweis piepsen soll.
  8. Kann ich unter verschiedenen Hinweistönen wählen?
    Ja. Icons Uhr >> Timer und danach auf den Button Timer-Ende drücken. Im folgenden Dialogfeld stehen 5 Töne zur Verfügung. Sehr großzügig von Apple!
  9. Wie stelle ich den Wecker auf dem iPod Touch?
    Ganz einfach: Auf der Home-Seite auf das Icon Uhr touchen. Danach in der Zeile unten auf das Icon Wecker touchen, danach oben rechts auf das + touchen und den Wecker einstellen. Allerdings sollten geräuschunempfindliche Tiefschläfer nicht unbedingt damit rechnen, geweckt zu werden, weil die Wecktöne ziemlich leise sind. Tipp am Rande: Es lassen sich mit dem iPod Touch mehrere Weckzeiten verwalten. Ui!
  10. Wie kann ich Leerzeichen in Telefonnummern erzeugen?
    Gar nicht, da Apple wohl davon ausgeht, dass sie eh nicht mitgewählt werden, entsprechend nicht gebraucht würden. ;-)
  11. Kann ich den Home-”Bildschirm” quer stellen?
    Nein. Die Quer-Anzeige funktioniert leider nur mit “Mobile Safari” und im Musik-Player (für die CoverFlow-Darstellung).
  12. Wie kann ich Musikstücke im Player vor- und zurückspulen?
    Erster Weg: Einfach die Icons für nächsten oder vorherigen Song gedrückt halten. Zweiter Weg: Der Player spielt einen Song, ein Fingertipp auf den Bereich für die Anzeige des Covers öffnet unterhalb der Infozeile eine zweite Zeile (siehe Abbildung unten). Dort finden sich weitere Informationen über abgespielte und verbleibende Zeit des laufenden Songs.

    vorspulen.gif

    Der Regler kann nun dazu benutzt werden, den Song vor- oder zurückzuspulen. Einfach einmal auf den Regleranfang (der Knopf zwischen blauen und weissen Bereich) drücken und leicht gedrückt halten und nach rechts oder links ziehen. Vorteil gegenüber dem ersten Weg: Es läßt sich schneller spulen. Wer hätte das gedacht! ;-)

  13. Warum wird CoverFlow im Musik-Player nicht angezeigt?
    Weil nicht darauf geachtet wurde, das Gerät senkrecht genug zu halten. Liegt der iPod Touch zum Beispiel auf einem Tisch, läßt sich weder CoverFlow noch die Querformat-Darstellung in “Mobile Safari” aktivieren.
  14. Kann ich Musiktitel direkt auf dem iPod Touch löschen?
    Nein. Zuerst muss der Titel in der Wiedergabeliste unter iTunes gelöscht werden. Danach reicht eine weitere Synchronisation zwischen iTunes und iPod Touch.
  15. Wie lassen sich nachträglich CD- oder Platten-Cover auf dem iPod Touch übertragen?
    Dazu zuerst in iTunes (OS X Leopard; iTunes gibt es auch für Windows) einen Song markieren und den Mauszeiger darauf liegen lassen. Danach mit der rechten Maustaste das Kontextmenü aufrufen und den Befehl CD-Cover laden wählen. Bitte nicht wundern, wenn kein Cover gefunden wird, das kann je nach Musiksammlung häufig vorkommen.

    Vorraussetzung für die Cover-Suche: Ich muss einen Account für den “iTunes Store” haben und im Store selbst angemeldet sein. Sollte ein Cover gefunden worden sein, wird es nach einer weiteren Synchronisation auch auf dem iPod Touch angezeigt.

  16. Wie wechsle ich das Hintergrundbild?
    Unter Einstellungen auf den Eintrag Allgemein tippen und dort auf den Button Hintergrundbild tippen. Danach können ein von Apple mitgeliefertes Motiv oder auch eigene Fotos (wenn vorhanden) als Hintergrundbild ausgewählt werden.
  17. Wie zoome ich Websites im “Mobile Safari”?
    Einfach zweimal kurz hintereinander auf den Text oder das Bild (wenn es nicht verlinkt ist) tippen, um die Website zu vergrößern. Dasselbe tun, um sie wieder zu verkleinern.
  18. Welche Einstellmöglichkeiten bietet mir “Mobile Safari”?
    Wahl der voreingestellten Suchmaschine: Google oder Yahoo. Deaktivierung von JavaScript, Cookies und Plug-Ins. Unterdrückung von Pop-Ups. Löschung von Verlauf, Cookies und Cache. “Debug-Konsole”.
  19. Gibt es ein DJ-Programm für den iPod-Touch?
    Nein. Aber mit ein wenig Geschick kann man mit dem Gerät auch auflegen. ;-)
  20. Was kann ich – neben Musikhören, iTunes-Musik kaufen, eigene Videos (oder YouTube-Videos) und Bilder anschauen – sonst noch alles mit dem iPod Touch machen?
    Mehrere Email-Accounts anlegen und verwalten. Emails schreiben, versenden, empfangen und einzeln löschen sowie mit “Apple Mail” synchronisieren. PDFs aus dem Email-Anhang lesen. – Termine und Kontakte verwalten und synchronisieren. Via Wi-Fi in WLANs einloggen und mit “Mobile Safari” surfen, mehrere Browserfenster öffnen, Lesezeichen verwalten. – Notizen schreiben und verwalten und als Email versenden. – Tools: Rechner, Wecker, frei einstellbare Weltzeituhr, Timer, Stoppuhr, diverse Online-Infodienste wie Wetter, Börse etc.
  21. Was gibt es nicht für den iPod Touch, was kann er nicht, was wird über Google aber gesucht?
    - Es läßt sich kein Thunderbird-Account synchronisieren.
    - Flash wird von “Mobile Safari” noch nicht unterstützt.
    - Es gibt noch keine externe Tastatur.
    - Ohne iTunes ist keine Synchronisation möglich.

Wer weitere Fragen und Antworten hat, ist selbstverständlich herzlich eingeladen, sie in einem Kommentar loszuwerden. Vielen Dank!

Weitere Blogbeiträge zum Thema:
- Die Technik, der iPod Touch und ich
- Software-Test: iPod Touch

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,   39 Kommentare    

Quiet Earth und ein Traum

21.03.08

Quiet Earth Zum ersten Mal das Endzeit-Drama Quiet Earth von Geoff Murphy gesehen, gedreht 1985 in Neuseeland nach einem Roman von Craig Harrison. Mit bedrückendem Realismus in Szene gesetzt, überzeugende Handlung mit einem Minimum an zum Gähnen bringenden Klischees, mit überraschenden Wendungen, wenn wir es nicht erwarteten. Das Gefühl, wie schlagartig alles wertlos würde, wäre man ganz allein auf der Welt; wie nah auch am Wahnsinn. In der Nacht darauf träumte ich intensiv. So dunkelte sich immer wieder die Sonne vollständig ab, ich schien das als Einziger zu bemerken. Tag und Nacht wechselten im Minutentakt. Dann schlingerte die Sonne trunken über einen schwarzen Himmel, ich fühlte die Erde rasen und wusste, es ist gleich aus mit uns. Schrecken und schnelles Abfinden, dann das Bedauern, dass man danach nichts darüber in der Zeitung lesen könne, geschweige denn darüber bloggen. So ein Erlebnis ohne Feedback! Das beträfe jetzt ausnahmslos alle Menschen, war ein Trost im Traum.

Autor: Ralph Segert   Tags:   2 Kommentare    

Hyperlink-Falle und Webpranger

21.03.08

Ich stelle mir vor, ein falscher Klick auf einen Link und wenig später stünden Beamte des Bundeskriminalamtes vor der Tür. Ich hätte verbotene Websites besucht, sie hätten einen Durchsuchungsbefehl. Der Link wäre zwar ein Fake gewesen, aber allein die Absicht sei strafbar. – ? – In den USA sind staatliche Behörden um eine solche Argumentation nicht verlegen. Dort kann allein reine Neugier richtig gefährlich werden, wenn man einer Hyperlink-Falle nicht wiederstehen kann: FBI lockt Surfer in die Falle.

Das chinesische Regime dagegen inszeniert das Internet als Pranger und macht es zu einem Teil des Fahndungsappartes mit Hilfe von yahoo.com und Fahndungsfotos aus Überwachungskameras. Der chinesische Staat ist zudem wohl der erfahrenste, was Internetzensur und -konrolle angeht. China fahndet im Internet nach Verdächtigen für die Unruhen in Lhasa. Apropos Unruhen in Lhasa: Der Spiegelfechter fragt: Blutige Niederschlagung oder Pogrom?. Auch hier gilt, mit schablonenhaftem Denken kommt man der Sache nicht näher.

Autor: Ralph Segert   Tags:      

Gewinnen mit einem Kommentar

20.03.08

Über Ostern möchte ich etwas für mein Blogger-Ego tun und erfahren, wer dieses junge Weblog hier und/oder den Webzettel regelmäßig liest. Bitte schreibt mir dazu einen Kommentar. Das kann ein Gruss oder Statement, ein Zitat oder eine Empfehlung sein.

Umsonst möchte ich das Outing meiner Leser nun nicht haben und verlose deshalb unter den Kommentatoren die CD Swop von Club Des Belugas oder das höchst geniale Buch Eine kurze Geschichte von fast allem von Bill Bryson.

Der Gewinner kann sich aussuchen, ob er CD oder Buch haben möchte. Die Auslosung mache ich so, wie es aktuell Manuela Hoffmann macht, die ihr brandneues Buch Modernes Webdesign – Gestaltungsprinzipien, Webstandards, Praxis (später mehr dazu) als Gewinn in Aussicht stellt: Der Gewinner wird aus allen Kommentaren per Zufall ermittelt (bis heute Abend 20 Uhr). Kommentarschluss: 28.3. um Null Uhr.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   18 Kommentare    

Neues aus meinem Bloghaus

19.03.08

Fleissig nutzte ich die selbstbestimmte Pause zur Erholung vom Arbeitsalltag für neue Blogbeiträge. So stelle ich auf rare.de drei recht unterschiedliche Scheiben mit kurzem Anspielmix vor: Brazilian Playground fürs Herz und Freunde fröhlicher Kinderlieder, den Wagram-Doppelsampler Nu Jazz und die neueste Putumayo-Compilation Euro Groove, die wirklich nichts mit der EZB zu tun hat. ;-)

Auf dem Konsumblog steht dagegen wieder die traurigschaurige Wirklichkeit zur Diskussion. Ich stelle dort das äusserst lesenswerte Sachbuch Giftmüll macht schlank, das die mächtige PR-Industrie in den USA analysiert und lasse mich aus über die neueste Politkampagne aus dem dünnbrettbohrenden Verkehrsministerium namens “Runter vom Gas”: Symbol-Politik im Land der Raser und Drängler

Autor: Ralph Segert   Tags: ,      

Blogger gesucht

19.03.08

Dass meine diversen Aufrufe zum Mitschreiben in Weblogs wie Orwellness und Konsumblog keinen Erfolg mehr haben, liegt daran, dass die Lust auf freiwillige Mitarbeit wohl eher schwach ausgeprägt ist und dass es mittlerweile doch recht viele Aufrufe zum Mitschreiben gibt. Desweiteren gibt es zunehmend auch Angebote mit Aussicht auf Entlohnung, wie die Website Bloggerjobs zeigt – via Web Standards in Germany.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   3 Kommentare    

Über die fatale Trägheit der User

17.03.08

Richard Stallmann, der “praktizierende Atheist”, erzählt im Interview mit der taz über seine “drei Freiheiten” für den Gebrauch von Software, über die Propaganda für “geistiges Eigentum” und die “soziale Trägheit” der User:

“Das ist doch Wahnsinn. Die Tatsache, dass Sie eine Kopie von etwas weitergeben, das Sie gekauft haben, macht sie zum ‘Piraten’, zu einem Illegalen. Viele Menschen denken: ‘Hier geht es nur um Computer, das geht mich nichts an.’ Aber es geht darum, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.”

Autor: Ralph Segert   Tags: ,      

IT der Zeit voraus: Newton MessagePad

16.03.08

Apple Newton MessagePad Der iPod Touch war nicht der erste Versuch Apples, einen Touchscreen-Computer für die Hosentasche zu etablieren. 1993 versuchte sich die Firma mit dem Newton MessagePad (allerdings nur für sehr große Hosentaschen geeignet ;-). In einem alten ct-Artikel von 2003 namens Apples Newton: Der Schwerkraft getrotzt, doch der Zeit voraus schreibt Detlef Borchers nicht nur über eine “sehr loyale Fan-Gemeinde”, die den Newton immer noch verehre, er berichtet auch über die Gründe des Scheiterns. Zudem:

“Als der Newton vor 10 Jahren debütierte, kündigte Apple in Boston gleich das nächste Produkt mit der neuen Technik an. WALT, das Wizzy Active Lifestyle Telephone, sollte eine Kreuzung aus Newton und Handy werden. Die Verträge mit regionalen Telefongesellschaften wie BellSouth wurden noch am selben Tag unterzeichnet. Doch in der kurzen Lebensspanne der MessagePads kam WALT nicht mehr zur Welt. Auf der CeBIT 1997 zeigte Siemens schließlich, wie ein Telefonssystem rund um den Newton ausehen kann, doch ging auch dieses Smartphone nicht in Serie.”

Autor: Ralph Segert   Tags: , ,      

IT der Zeit voraus: Die Computermaus

14.03.08

Erste Computermaus Die erste Computermaus wurde 1963/64 von Douglas C. Engelbart am Stanford Research Institute entwickelt und 1968 der Öffentlichkeit als “X-Y-Positions-Anzeiger für ein Bildschirmsystem” präsentiert. In dem groben Holzkasten sah sie nicht grad sexy aus, aber was hieß das damals schon. Das Prinzip Computermaus musste aber noch 20 Jahre warten, bis es erfolgreich wurde. Ungemein hilfreich dabei war der 1984 eingeführte Apple Macintosh, der die User mit einer passenden grafischen Benutzeroberfläche begeisterte. Bereits 1985 bringt die Firma Logitech die erste Drei-Tasten-Kugelmaus namens LogiMouse C7 auf den Markt. An Ergonomie dachte zu der Zeit allerdings noch niemand. Apropos Holz, wer denkt, die Holzmaus sei heute kein Thema mehr, der schaue bitte einmal unter Pimp Your Mouse und staune.

Douglas C. Engelbart mit der ersten Computermaus
“Der Vater der Maus”: Douglas C. Engelbart

Unter anderem wegen der feinen Ergonomie favorisiere ich sowohl am Mac als auch am Win-PC die “Vaio USB Lasermaus”. Sie arbeitet auf unterschiedlichen Untergründen, hat einen leichten Rutsch, setzt unten an den Führungsflächen einfach keinen Dreck an und arbeitet vor allem beim Scrollen richtig schön leise. Apple-Mäusen kann ich nichts abgewinnen. Sie verdrecken und leiern zu schnell aus und kleben unangenehm bei feuchter Handfläche. Besonders ergonomisch sind sie auch nicht gebaut.

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Mobben und bewerten im Internet

14.03.08

Die FR online über Cyber-Mobbing: Von der öffentlichen Bloßstellung der Ex-Freundin bis zur Bloßstellung von Schuldnern: Wenn das Internet zum Pranger wird. In der gleichen Ausgabe das Thema Bewertungsportale und ihre zunehmende Bedeutung für Konsumenten und Anbieter von Produkten und Dienstleistungen. Neben Missbrauch durch PR-Agenturen und Schmähschreiber würden die Vorteile für die “Verbraucher” und für die Werbewirtschaft überwiegen.

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Liebäugeln mit Apple Time Capsule

14.03.08

Apple Time Capsule scheint mir eine Lösung für die einfache Datensicherung unserer Bürorechner zu sein, auch wenn ich Wi-Fi-Lösungen soweit es geht zu vermeiden suche. Für unsere Hauptrechner könnte ich auch die Ethernet-Anschlüsse nutzen, so würde ich es erwarten. ;)

Die Apple-Werbung verspricht eine problemlose Datensicherung, eine schnelle sollte man dagegen nicht erwarten. Neuerdings.com berichtet im Test namens Problemlose Datensicherung, gut und teuer von um die 17 Stunden für 101 GB bei drahtloser Übertragung, zudem würde bei drahtlosem Backup der Internet-Zugang spürbar langsamer. Bei der ersten Sicherung via Time Machine ist entsprechend viel Geduld aufzubringen, danach dürften die täglichen Mini-Backups für unsere Verhältnisse in annehmbarer Zeit ablaufen.

Interessieren würde mich, wie gut Time Capsule mit Windows-Rechnern (über das mitgelieferte Bonjour für Windows) zusammenarbeitet, wie sich das Gerät bei Nutzung des Gigabit-Ethernet-WAN-Anschlusses verhält und ob es ein Dauerstrahler mit voller Leistung ist. Abschalten wird man Wi-Fi wohl können.

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Faltbare iPod Touch Tastatur?

13.03.08

Wer suchet, der findet, dachte ich, auch wenn er ohne Hoffnung suche, dachte ich, aber ich fand sie nicht, die faltbare Tastatur für den iPod Touch. Und anderen Suchern muss es wohl genauso gehen, auch wenn sie nur mit der Apple Bluetooth Tastatur liebäugeln. Also sei zum Trost gereicht, die virtuelle Vorwegnahme eines Wunsches in Form eines schlichtes Fotos. Wer staunet da nicht?!

Faltbare iPod Touch Tastatur?

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7 Weblog-Layouts auf WordPress

13.03.08

Heute habe ich nach einigen Anläufen in freier Rede ein Video erstellt, in dem ich sieben Weblog-Layouts auf WordPress vorstelle, die ich in den letzten Jahren gestaltet habe. Dabei musste ich feststellen, dass ich spontan besser spreche als kontrolliert im Monolog vor einem Display. Wie dem auch sei, vielleicht ist die eine oder andere Anregung für den ambitionierten Weblog-Designer dabei, man weiss ja nie ;-) — Vier Layouts können in diesem Blog gewählt werden

7 Weblog-Webdesigns auf WordPress

Titel: 7 Weblog-Layouts auf WordPress
Größe: 15,8 Megabyte
Dauer: 15:56 Minuten


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Internet, Information und fehlende Filter

12.03.08

Umberto Eco im FR-Interview: “Ich mag technischen Schnickschnack”. Meint seine 250 GB Festplatte, auf die er “den kompletten Inhalt der italienischen National-Bibliothek draufgepackt” habe. Wettert gegen das “alberne” Unterfagen, das Internet gegen Bücher auszuspielen, fordert “neue Form der Ausbildung” in Schulen, damit aus der Informationsflut das Relevante herausgefiltert werden könne. Findet “prinzipiell dumm”, Musik beim Spazierengehen zu hören, entsprechend mag er den iPod nicht.

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Piwik Analytics

12.03.08

Im Nonsenseblog wird das vielversprechen Statistiktool Piwik vorgestellt. Piwik ist freie Software, könnte als Alternative für “Google Analytics” auf eigenem Webspace installiert werden, steht allerdings erst in der Alphaphase zur Verfügung.

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Flauberts Beobachtungsgabe

12.03.08

Gustave Flaubert in Lehrjahre des Gefühls, Insel Verlag, 2001, S. 302f:

“Hussonet war nicht gut aufgelegt. Dadurch, dass er täglich über alle möglichen Themen schrieb, viele Zeitungen las, vielen Diskussionen beiwohnte und, um zu beeindrucken, paradoxe Behauptungen von sich gab, hatte er schließlich den genauen Begriff von den Dingen verloren und sich mit den schwachen Raketen seines Geistes selbst blind gemacht. Die Sorgen eines ehemals leichtsinnigen, jetzt aber schwierigen Lebens hielten ihn in dauernder Erregung; und seine Ohnmacht, die er sich nicht eingestehen wollte, machten ihn bissig, sarkastisch.”

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Im Berliner WLAN-Netz

11.03.08

Bergmannstraße, Berlin Kreuzberg, buntes Treiben in vormittaglicher Frühlingssonne. In der Hoffnung einen offenen Hotspot zu finden, aktiviere ich Wi-FI in meinem iPod Touch. Es gab kein offenes Funknetz aber sage und schreibe 21 WLANs. Ein wahres Strahlennetz und immer wieder interessant die ganzen WLAN-Namen von banal über konzerngeführt bis kryptisch und poetisch. Der moderne Ausdruck sprachlicher Phantasie (oder was davon übrig blieb) in Zeiten der unaufhaltsamen und rasanten Digitalisierung des Alltagslebens. Überhaupt in manchen Cafés der tausend Berliner Szenen: Nicht der notebookvertiefte Gast fällt auf, nein, der ohne. Aber Surfen mit dem iPod Touch macht auch in Berlin noch was her. ;-)

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Nanotechnologie in Nano-Food

04.03.08

Nanotechnologie erobert fast unbemerkt die Welt. Nanotechnologie wird zunehmend in Nahrung und für Verpackungen eingesetzt, ohne dass es Diskussionen und ausreichend Forschung über gesundheitliche Gefahren gibt. Nano-Partikel wie Titandioxide werden eingesetzt, um Konsistenz, Farbe, Geschmack oder Aussehen von Lebensmitteln zu beeinflussen oder die Lagerfähigkeit zu verlängern. Im Lebensmittelbereich geht es um viel Geld, Prognosen “sagen Nano-Food bis 2010 einen Zwanzig-Milliarden-Dollar-Markt voraus – von vergleichsweise mageren 2,6 Milliarden im Jahr 2003 über 7 Milliarden 2006.” Siehe Zeit-Fragen: Appetit auf Nano? – via ZAF.

Autor: Ralph Segert   Tags: ,   3 Kommentare    

Die Nonne von Jacques Rivette

04.03.08

Gestern wiedergesehen: “Die Nonne” (“La Religieuse”, 1966), großes Filmwerk von Jacques Rivette nach einem Roman von Denis Diderot (“La Religieuse” von 1760). Schilderung des Lebens der unfreiwilligen Nonne Suzanne Simonin (gespielt von Anna Karina) und ihrer Qualen vom 16. bis zum 20. Lebensjahr. Kämpft mutig für die Anfechtung des unter psychologischem Druck abgegebenen Gelübdes. Wird von einer herzlosen, fanatischen Äbtistin fast bis zum Wahnsinn gequält, darf nach einer erzbischöflichen Untersuchung und mit Glück das Kloster wechseln, leidet dort unter den Nachstellungen der sexhungrigen Äbtistin (gespielt von Liselotte Pulver). Läßt sich von einem Beichtvater zur Flucht überreden, der sie danach zum Sex zwingen will. Flüchtet abermals, lebt eine Zeit im Volk und wird danach zur Kurtisane gemacht, ohne zu wissen, was sie erwartet. Vor Scham stürzt sie sich aus dem Fenster.

Der Film orientiert sich wohl streng am Roman Diderots, der selbst kurz in einem Kloster zwangseingewiesen war. Das religiöse Leben im Ancien Régime wird nicht verteufelt, sondern differenziert dargestellt. Zwänge, politisches Kalkül, Herzlosigkeit überwiegen, aber es wird auch Mitgefühl, Aufrichtigkeit und Vernunft gezeigt. Der Film lebt von genialen Einstellungen, die das Leid des Opfers und das Leben im Kloster aus der Distanz zeigen und dadurch umso eindringlicher machen. Der Film erzählt ohne Umschweife, geradezu schnell, ohne dass dem Rezipienten das auffallen muss. Rivette vermeidet durch kunstvolle Kameraführung die Identifikation mit Tränendrüseneffekt. Gut und böse sind nicht abgegrenzt. Am Ende, wenn das Opfer tot auf dem Steinpflaster liegt, ist auch der Zuschauer befreit und begreift die Ausweglosigkeit, an die ein sensibler, naiver Mensch in einer von religiösen Zwängen geprägten, zu sexueller Versklavung neigenden Gesellschaft zerbrechen kann. Ein tragisches Scheitern wie es überall und jederzeit passieren kann.

Jacques Rivette, geboren 1928, einer der Väter der Nouvelle Vague, ist wie François Truffaut (einer meiner favorisierten Filmkünstler) über Filmkritiken für die “Cahiers du Cinéma” zur Regie gekommen.

Autor: Ralph Segert   Tags:   5 Kommentare    


Ansichten:  Markus · Dietmar · kurt · Ping

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